Schramme, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schramme · Nominativ Plural: Schrammen
Aussprache
WorttrennungSchram-me (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

von einem (vorbeistreifenden) spitzen oder rauen Gegenstand durch Abschürfen hervorgerufene Beschädigung oder Verletzung der menschlichen Haut, der glatten Oberfläche von etw.
Beispiele:
bei dem Unfall ist er mit ein paar Schrammen davongekommen
er hat sich [Dativ] eine Schramme am Knie geholt
das Auto hat eine Schramme
die Möbel haben beim Umzug ein paar Schrammen abbekommen
das Linoleum, die Wand hat schon mehrere Schrammen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schramme · Schramm · schrammen
Schramme f. ‘leichte Hautverletzung, Beschädigung einer glatten Oberfläche, Riß, Kratzer’, mhd. schram(me) ‘lange Haut- oder Fleischwunde’, mnd. schram(me) ‘Ritz auf der Oberfläche’, mnl. scramme, nl. schram ‘Kratzer’ sind (mit -m- bzw. expressivem -mm-) verwandt mit Schramm m. ‘Felsspalte, Einschnitt im Gestein’, spätmhd. schram ‘Felsspalt, Loch, Kerbe’ sowie mit (dehnstufig) anord. skrāma ‘Wunde’, schwed. skråma. Vergleichbar sind kymr. cramen (-m- aus -mm-) ‘Schorf’, mir. screm ‘Oberfläche, Haut’ und vielleicht russ. (landschaftlich) kromá (крома) ‘Brotschnitte, Rand, Kruste, Kante’, so daß von einer m-Erweiterung ie. *(s)krēm-, *(s)krəm- der Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. ↗scheren) ausgegangen werdenkann. schrammen Vb. ‘ritzen, kratzen’, mhd. schramen ‘(das Maul) aufreißen’, mnd. schrammen ‘einritzen’ (1400).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kratzer · ↗Kratzspur · ↗Riefe · Schramme  ●  Katsch  ugs., kölsch
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Narbe · ↗Schmarre · Schramme · ↗Wundmal

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Beule Delle Fleck Flecken Gesicht Knie Kratzer Lack Narbe Nase Prellung Riß Stirn Wange Wunde abbekommen abgehen blutig davonkommen davontragen hinterlassen häßlich tief umschiffen verheilen zeugen zufügen überstehen übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schramme‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie kommt mit ein paar Schrammen davon, er liegt tagelang im Koma.
Süddeutsche Zeitung, 06.12.1999
Die Schrammen, die ihm die Geschichte eingetragen hat, steckt er weg.
Die Zeit, 09.08.1996, Nr. 33
An einzelnen Blöcken sind deutlich Schrammen erkennbar, die durch die Bewegung des Inlandeises entstanden sind.
Annemarie Lange, Berliner Müggelsee Köpenick-Schmöckwitz-Erkner: Leipzig: VEB F.A. Brockhaus Verlag 1968, S. 34
Auf der linken Backe zogen sich, von roten Flecken umrahmt, zwei Schrammen hin.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 66
Das neue Auto hat die ersten Schrammen und die sechste Reparatur, den zweiten Ärger mit dem Kundendienst.
Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 11
Zitationshilfe
„Schramme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schramme>, abgerufen am 17.02.2019.

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