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Schramme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schramme · Nominativ Plural: Schrammen
Aussprache 
Worttrennung Schram-me
eWDG

Bedeutung

von einem (vorbeistreifenden) spitzen oder rauen Gegenstand durch Abschürfen hervorgerufene Beschädigung oder Verletzung der menschlichen Haut, der glatten Oberfläche von etw.
Beispiele:
bei dem Unfall ist er mit ein paar Schrammen davongekommen
er hat sich [Dativ] eine Schramme am Knie geholt
das Auto hat eine Schramme
die Möbel haben beim Umzug ein paar Schrammen abbekommen
das Linoleum, die Wand hat schon mehrere Schrammen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schramme · Schramm · schrammen
Schramme f. ‘leichte Hautverletzung, Beschädigung einer glatten Oberfläche, Riß, Kratzer’, mhd. schram(me) ‘lange Haut- oder Fleischwunde’, mnd. schram(me) ‘Ritz auf der Oberfläche’, mnl. scramme, nl. schram ‘Kratzer’ sind (mit -m- bzw. expressivem -mm-) verwandt mit Schramm m. ‘Felsspalte, Einschnitt im Gestein’, spätmhd. schram ‘Felsspalt, Loch, Kerbe’ sowie mit (dehnstufig) anord. skrāma ‘Wunde’, schwed. skråma. Vergleichbar sind kymr. cramen (-m- aus -mm-) ‘Schorf’, mir. screm ‘Oberfläche, Haut’ und vielleicht russ. (landschaftlich) kromá (крома) ‘Brotschnitte, Rand, Kruste, Kante’, so daß von einer m-Erweiterung ie. *(s)krēm-, *(s)krəm- der Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. scheren1) ausgegangen werdenkann. schrammen Vb. ‘ritzen, kratzen’, mhd. schramen ‘(das Maul) aufreißen’, mnd. schrammen ‘einritzen’ (1400).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kratzer · Kratzspur · Riefe · Schramme · Schrunde  ●  Katsch  ugs., kölsch
Oberbegriffe
Assoziationen
Medizin
Synonymgruppe
Narbe · Schmarre · Schramme · Wundmal
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schramme‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schramme‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schramme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Schrammen, die ihm die Geschichte eingetragen hat, steckt er weg. [Die Zeit, 09.08.1996, Nr. 33]
Die größte Schramme hat ihm ein Journalist zugefügt, der nach meiner Definition womöglich keiner ist. [Die Zeit, 29.12.2013, Nr. 52]
Oft tragen sie die Schrammen der Geschichte, sind nicht perfekt, nicht heil, so wenig wie das Museum selbst. [Die Zeit, 19.10.2009, Nr. 42]
Wenn es gefährlich wird, ist er zur Stelle, und aus einer ausweglosen Situation kommt er ohne eine Schramme heraus. [Die Zeit, 13.12.1999, Nr. 50]
Er krempelte seinen rechten Ärmel hoch, über den Arm zog sich eine Schramme. [Die Zeit, 28.09.1984, Nr. 40]
Zitationshilfe
„Schramme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schramme>.

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