Schrippe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schrippe · Nominativ Plural: Schrippen
Aussprache 
Worttrennung Schrip-pe
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

besonders berlinisch länglich breites, an der Oberseite eingekerbtes Brötchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schrippe f. ‘Brötchen’. Die vorwiegend Berlin. (nd.-märkische) Bezeichnung für ‘Weißbrot mit aufgerissener Rinde’ (18. Jh.) stellt sich zu frühnhd. schripfen ‘(mit dem Messer) kratzen, aufkratzen, abstutzen’, das zu ↗schrappen, ↗schröpfen (s. d.) und den dort aufgeführten Formen gehört.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Brötchen · ↗Rundstück (hamburg.) · ↗Semmel  ●  Schrippe  berlinerisch · Weckerl  österr., süddt. · ↗Weggli  schweiz.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kaiserbrötchen · Kaiserweck · Kaiserwecken  ●  ↗Kaisersemmel  österr., bair.
  • Lemgoer Strohsemmel · Lippische Strohsemmel
  • Bun  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schrippe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schrippe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schrippe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch bevor er ans Brot darf, muss er erst mal kleine Schrippen backen.
Bild, 19.09.2000
Ich bin verrückt nach ihrer Schrippe, rufe ich den Göttern dort oben zu.
Süddeutsche Zeitung, 30.08.1999
Der Hund hat sich daraufhin den Laden nur kurz angesehen, eine halbe Schrippe gefressen und ist dann wieder gegangen.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 359
Diese Schrippen hat der Franzose für die Kompanie umsonst gebacken.
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 74
Die Zeltplatzverwaltung versorgt ihre Gäste mit Milch und Schrippen zum Frühstück, mit Schnitzel zum Mittag, mit Indianerfilmen und Bockwurst zum Abend.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 57
Zitationshilfe
„Schrippe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schrippe>, abgerufen am 23.09.2020.

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