Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schroffen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schroffens · Nominativ Plural: Schroffen
Aussprache 
Worttrennung Schrof-fen
eWDG

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch, schweizerisch, gehoben, veraltend Fels, Felsklippe
Beispiel:
steil aufragende Schroffen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schroffen · Schroffe · schroff · Schroffheit
Schroffen m. Schroffe f. obd. ‘Felsklippe, zerklüfteter Fels, Steinwand’, mhd. schroffe, schrove m. ‘rauher, zerklüfteter Fels, Felsklippe, -wand’, verwandt mit mhd. schraf m. ‘Felskopf, zerklüfteter Fels, Steingerölle’ sowie mhd. schruffen ‘spalten’, ahd. giscrefōn ‘einschneiden’ (9. Jh.), aengl. scræf ‘Höhle’. Die Wortgruppe läßt sich wie Scherbe (s. d.) und die dort verzeichneten Wortformen an die Labialerweiterung ie. *(s)kerp-, *(s)krep- und damit an die Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. scheren1) anschließen. Dazu schroff Adj. ‘zerklüftet, steil aufsteigend oder abfallend’, eine Rückbildung (um 1500) aus dem Substantiv. Übertragener Gebrauch ‘rauh, abweisend, unfreundlich’ setzt im 17. Jh. ein. Schroffheit f. (17. Jh.).
Zitationshilfe
„Schroffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schroffen>.

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