Schroffheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schroffheit · Nominativ Plural: Schroffheiten
Aussprache
WorttrennungSchroff-heit (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von schroff (Lesart 1–3)
Unfreundlichkeit, Barschheit
entsprechend der Bedeutung von schroff (Lesart 2)
Beispiele:
sie sagte es mit Schroffheit
sie trug ihm seine Schroffheiten nicht nach
ihre Schroffheit hatte Missfallen erregt
er wies den Gedanken nicht ohne Schroffheit zurück
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schroffen · Schroffe · schroff · Schroffheit
Schroffen m. Schroffe f. obd. ‘Felsklippe, zerklüfteter Fels, Steinwand’, mhd. schroffe, schrove m. ‘rauher, zerklüfteter Fels, Felsklippe, -wand’, verwandt mit mhd. schraf m. ‘Felskopf, zerklüfteter Fels, Steingerölle’ sowie mhd. schruffen ‘spalten’, ahd. giscrefōn ‘einschneiden’ (9. Jh.), aengl. scræf ‘Höhle’. Die Wortgruppe läßt sich wie ↗Scherbe (s. d.) und die dort verzeichneten Wortformen an die Labialerweiterung ie. *(s)kerp-, *(s)krep- und damit an die Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. ↗scheren) anschließen. Dazu schroff Adj. ‘zerklüftet, steil aufsteigend oder abfallend’, eine Rückbildung (um 1500) aus dem Substantiv. Übertragener Gebrauch ‘rauh, abweisend, unfreundlich’ setzt im 17. Jh. ein. Schroffheit f. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rauheit · ↗Rohheit · Runzeligkeit · Schroffheit · ↗Unebenheit · ↗Zerklüftung  ●  ↗Holprigkeit  ugs.
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Schroffheit · ↗Schärfe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruch Gegensatz Härte Partitur gewiss mildern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schroffheit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer zu sehr insistierte, den beschied er in aller Schroffheit.
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2001
Er würde jedenfalls viel darum geben, gewisse Schroffheiten heute zurücknehmen zu können.
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 298
Fast überflüssig zu sagen, daß er keine Gefühle zeigt, Schroffheit ist sein Temperament.
Die Zeit, 15.05.1970, Nr. 20
Er verlangt mit äußerster agitatorischer Schroffheit Kulturkunde ohne »selbstmörderische Überheblichkeit«.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1945], S. 59
Ohne Schroffheit, mit schwermütigem Tonfall hatte er die Frage gestellt.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 390
Zitationshilfe
„Schroffheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schroffheit>, abgerufen am 23.04.2019.

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