Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schuber, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schubers · Nominativ Plural: Schuber
Aussprache 
Worttrennung Schu-ber

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Buchwesen] Schutzkarton für Bücher
  2. 2. [österreichisch] Schieber, Riegel
eWDG

Bedeutungen

1.
Buchwesen Schutzkarton für Bücher
Beispiel:
zwei Bände in einem Schuber
2.
österreichisch Schieber, Riegel
Beispiel:
die Schuber des Fensters
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schub · Schubkarren · Schubkarre · Schublade · Nachschub · Schuber
Schub m. ‘das Schieben, Stoß, was auf einmal geschoben wird, Schiebefach, die Kraft, mit der ein durch Rückstoß bewegter Körper angetrieben wird’, Verbalabstraktum zu dem unter schieben (s. d.) behandelten Verb. Mhd. schup ‘Aufschub, Fristverlängerung, das Schieben der Schuld auf einen anderen, Beweismittel, Strafe’ ist zunächst ein Ausdruck der Rechtssprache. Erst vom 16. Jh. an wird Schub (wohl als Neubildung zum Verb) in allgemeinerem Sinne verwendet und steht für ‘Stoß’ (16. Jh.; s. auch Schubs), ‘was auf einmal geschoben wird, eine gewisse Menge’ (17. Jh., z. B. ein Schub Brot, Semmeln), ‘Schiebelade, -fach’ (um 1800) und (im physikalisch-technischen Bereich) ‘Kraft, mit der etw. vorwärts getrieben wird’. Schubkarren m. Schubkarre f. ‘einrädriger Karren, der geschoben wird’ (16. Jh.), Schuffkarren (15. Jh.). Schublade f. ‘Lade oder Kasten, die zum Öffnen und Schließen heraus- und hineinzuschieben sind’ (16. Jh.). Nachschub m. ‘Hinterhergeschobenes zur Ergänzung einer (Versorgungs)lücke’ (15. Jh.), vor allem im militärischen Bereich ‘Versorgung der Truppe mit Proviant, Munition und mit frischen Einheiten’. Schuber m. Gerätebezeichnung für eine Sache, die geschoben wird, ‘Riegel’, in die etw. geschoben wird, ‘Umhüllung, Futteral’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schuber · Schutzkarton
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schuber‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schuber‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schuber‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur als Lektüre taugt sie nichts, die Geschichte aus dem bunten Schuber. [Die Zeit, 24.01.2011, Nr. 04]
Vor sieben Jahren begann er dann mit dem Bau des Museums, um die Kunst aus den grauen Schubern endlich sehen, endlich erfahren zu können. [Die Zeit, 28.09.2009, Nr. 39]
Wann würde man die schon einmal aus dem Schuber der Gesamtaufnahme ziehen? [Süddeutsche Zeitung, 05.02.2003]
Üppigst bebildert, ist der dicke, schwere Band im dekorativen Schuber eine optische Wonne. [Die Welt, 23.07.2005]
Wenn Sie Abonnent werden möchten, haben wir für Sie interessante Angebote, auch mit dem Schuber. [Die Welt, 06.11.2004]
Zitationshilfe
„Schuber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schuber>.

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