Schubs, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schubses · Nominativ Plural: Schubse
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich plötzliches und ruckartiges Schieben, Stoß
Beispiele:
ein kleiner, leichter, derber Schubs
jmdm. einen Schubs geben
er bekam von hinten einen Schubs
Dann stößt er mit einem kräftigen Schubs Levin zurück [BobrowskiLevin137]
übertragen
Beispiel:
jmdm. einen Schubs geben (= jmdn. zur Arbeit ermuntern)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schubsen · schupfen · schup(p)sen · schuppen2 · Schubs · Schupf · Schup(p)s
schubsen, schupfen, schup(p)sen, (md. nd.) schuppen2 Vb. ‘stoßen, durch Stoß in schaukelnde Bewegung versetzen’, mhd. schüpfen, schupfen, mnd. schüppen, nd. md. mnl. schuppen, schubben, nl. schoppen stellen sich als Intensiva zu ↗schieben (s. d.); vgl. auch ahd. firscuphen ‘vergehen, unbeständig, flüchtig sein’ (um 1000), anord. skopa ‘springen, laufen’. Daraus hervorgegangen sind die Verbalabstrakta Schubs, Schupf, Schup(p)s m. ‘Anschub, leichter Stoß’, mhd. schupf, schuf ‘Schwung, schaukelnde Bewegung’, md. Schup (15. Jh.), obd. Schupf (16. Jh.), nd. md. Schupp (vorherrschend in der Schriftsprache des 18. Jhs.) und die Weiterbildungen Schupps (nd. 18. Jh.), Schubs (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schubs  ●  ↗Schups  regional
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drängel Richtung Schieben befördern entscheidend genügen klein kriegen kräftig ordentlich sanft versetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schubs‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der stellte sich brav an, ohne Drängeln, ohne Schubsen.
Der Tagesspiegel, 13.04.2002
Wenn ich es recht überlege, ist keiner mehr da zum Schubsen.
Die Zeit, 16.05.1997, Nr. 21
Als das Brot gefressen war, gab mir der Hengst einen Schubs mit der Nase.
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 34
Wenn ich nach Ansicht der Alten nicht flink genug war, so half sie durch Schubsen und Puffen nach.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6829
Forell greift hastiger aus, gibt dem Floß einen Schubs und holt es wieder ein.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 318
Zitationshilfe
„Schubs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schubs>, abgerufen am 25.03.2019.

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