Schufterei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schufterei · Nominativ Plural: Schuftereien
Aussprache
WorttrennungSchuf-te-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungschuften-erei
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
abwertend ehrlose, gemeine Handlung, Schurkerei
Beispiele:
der Verrat war eine Schufterei
Diese Spitzel mochten es denn auch hauptsächlich sein, die ein gut Teil der Schuftereien ... in Szene setzten [BebelAus meinem Leben645]
2.
salopp, abwertend ständiges Schuften
Beispiel:
ich habe diese Schufterei satt!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schuften · Schufterei
schuften Vb. ‘viel und hart arbeiten’, ein nd. md. Verb, im 19. Jh. in die Literatursprache eingegangen. Anzuknüpfen ist an mnd. schoftīt, schochtīt ‘Arbeitszeit von drei Stunden oder einem Vierteltag, vierter Teil eines Arbeitstages’ und an in nd. Schuft ‘Arbeit, Zeit, in welcher eine Arbeit ununterbrochen und ohne Pause gemacht wird, vierter Teil des Tages, Teil des Arbeitstages von einer Mahlzeitpause zur anderen’ (18. Jh.), nl. schoft, schwed. (mundartlich, aus dem Nd. entlehnt) skoft ‘zusätzliche Arbeit in der Freizeit, Überstundenarbeit’ belegtes Substantiv mit t-Suffix. Es handelt sich um Bildungen, die (wie ↗Schub, s. d.) zu dem unter ↗schieben (s. d.) behandelten Verb gehören, so daß für schuften von einer Bedeutung ‘in einem Schub (ohne Unterbrechung) arbeiten’ auszugehen ist. Schufterei f. ‘harte, umfangreiche Arbeit’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Knochenarbeit · ↗Quälerei · ↗Schinderei · Schufterei · ↗Schwerarbeit · ↗Schwerstarbeit · ↗Strapaze · harte körperliche Arbeit · schwere Arbeit  ●  ↗Kärrnerarbeit  fig. · ↗Sklavenarbeit  fig. · Sträflingsarbeit  fig. · ↗Tortur  fig. · Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat  ugs., fig. · ↗Maloche  ugs. · ↗Mühsal  geh., veraltend · ↗Plackerei  ugs. · ↗Plagerei  ugs. · ↗Rackerei  ugs. · ↗Schlauch  ugs. · Steine klopfen  derb, fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Lohn auszahlen lohnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schufterei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dass aber die Männer, trotz der schweren Schufterei, noch viel glücklicher sind als wir, konnten wir uns bisher nicht so recht vorstellen.
Die Welt, 09.08.2003
Seit ich 1995 den Titel holte, wird die Schufterei immer schlimmer.
Bild, 14.08.2002
Das passt viel besser zu den Schriftstellern, auch wenn sie alles daran setzen, die Schufterei, der sie sich aussetzen, hinter dem Text zu verbergen.
Der Tagesspiegel, 05.11.2001
Diese Tätigkeit mag mit viel Schufterei verbunden sein - mit Arbeit hat sie nichts zu tun.
Tucholsky, Kurt: Gewehre auf Reisen. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924]
Doch mit der Schufterei zum Billiglohn ist es jetzt vorbei.
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2004
Zitationshilfe
„Schufterei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schufterei>, abgerufen am 25.04.2019.

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