Schur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schur · Nominativ Plural: Schuren
Aussprache
Wortbildung mit ›Schur‹ als Erstglied: ↗-schürig · ↗Schurertrag · ↗Schurgewicht · ↗Schurwolle
 ·  mit ›Schur‹ als Letztglied: ↗Halbschur · ↗Schafschur · ↗Vollschur · ↗Wildschur
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
das Scheren, besonders der Schafe, Schafschur
Beispiel:
Die Schur wurde zweimal im Jahre vorgenommen [R. GerlachVierfüßler111]
Ertrag des Scherens
Beispiel:
die Schur betrug durchschnittlich 8 Pfund Wolle
2.
Landwirtschaft Schnitt, besonders einer Wiese, Hecke
Beispiele:
die Schur des Klees, der Taxushecke
Dagegen kann uns ... ein nicht der dauernden Schur ausgesetzter Ligusterstrauch durch seine natürliche Wirkung bezaubern [Natur u. Heimat1960]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schur · Schurwolle
Schur f. ‘das Scheren (der Schafe)’, mhd. schuor ‘das Abscheren’, unregelmäßig ablautende (wohl durch das nachfolgende r beeinflußte) Abstraktbildung zu dem unter ↗scheren (s. d.) behandelten Verb. Daneben auch Schur m., mhd. schuor in der übertragenen Bedeutung ‘Schererei, Not, Plage’, erhalten in jmdm. etw. zum Schur(e) tun ‘jmdn. ärgern, ihm Scherereien bereiten’, mhd. schuor tuon. Schurwolle f. ‘abgeschorene Schafwolle’ (18. Jh.), mnd. schōrwulle.

Thesaurus

Synonymgruppe
Scheren · Schur · Wollertrag der Schur
Assoziationen
Synonymgruppe
Mahd · ↗Mähen · Schur  ●  ↗Heuernte  Hauptform · ↗Schnitt  ugs.
Unterbegriffe
  • Grummet · zweite Heuernte · zweite Mahd · zweite Schur · zweiter Schnitt  ●  ↗Emd(e)  fachspr., regional, Jargon · ↗Ettgrön  fachspr., regional, Jargon · ↗Öhmd  fachspr., regional, Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Foulspiel Karte Schaf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Schafwäsche und Schur war ein Fest von mehreren Tagen.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7458
Die Sommerlammung erfordert mit Rücksicht auf die im Mai oder Juni stattfindende Schur Vorsicht für die tragenden oder säugenden Mütter.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 446
Zitationshilfe
„Schur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schur#1>, abgerufen am 23.10.2019.

Weitere Informationen …

Schur, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
eWDG, 1976

Bedeutungen

umgangssprachlich jmdm. einen Schur (an)tunjmdm. Ärger, Schererei verursachen
umgangssprachlich jmdm. etw. zum Schur tunjmdm. etw. zu seinem Verdruss tun
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schur · Schurwolle
Schur f. ‘das Scheren (der Schafe)’, mhd. schuor ‘das Abscheren’, unregelmäßig ablautende (wohl durch das nachfolgende r beeinflußte) Abstraktbildung zu dem unter ↗scheren (s. d.) behandelten Verb. Daneben auch Schur m., mhd. schuor in der übertragenen Bedeutung ‘Schererei, Not, Plage’, erhalten in jmdm. etw. zum Schur(e) tun ‘jmdn. ärgern, ihm Scherereien bereiten’, mhd. schuor tuon. Schurwolle f. ‘abgeschorene Schafwolle’ (18. Jh.), mnd. schōrwulle.

Thesaurus

Synonymgruppe
Scheren · Schur · Wollertrag der Schur
Assoziationen
Synonymgruppe
Mahd · ↗Mähen · Schur  ●  ↗Heuernte  Hauptform · ↗Schnitt  ugs.
Unterbegriffe
  • Grummet · zweite Heuernte · zweite Mahd · zweite Schur · zweiter Schnitt  ●  ↗Emd(e)  fachspr., regional, Jargon · ↗Ettgrön  fachspr., regional, Jargon · ↗Öhmd  fachspr., regional, Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Foulspiel Karte Schaf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die ersten drei Positionen standen für Schur ohnehin nie zur Disposition.
Die Welt, 19.07.2001
Aber generell muss ich mich bei niemandem entschuldigen ", erklärte Schur.
Die Zeit, 08.12.2007 (online)
Die Schafwäsche und Schur war ein Fest von mehreren Tagen.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7458
Die Sommerlammung erfordert mit Rücksicht auf die im Mai oder Juni stattfindende Schur Vorsicht für die tragenden oder säugenden Mütter.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 446
Außer ihm sind noch Hilde Weissner, Willi Schur, Leopold v. Ledebur und Hans Junkermann zu sehen.
o. A.: 1938. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 7742
Zitationshilfe
„Schur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schur#2>, abgerufen am 23.10.2019.

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