Schutt, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schutt(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Schutt‹ als Erstglied: Schuttabladeplatz · Schuttberg · Schuttcontainer · Schuttfeld · Schuttfestiger · Schutthalde · Schutthaufen · Schutthügel · Schuttkegel · Schuttlawine · Schuttplatz
 ·  mit ›Schutt‹ als Letztglied: Bauschutt · Gebirgsschutt · Gletscherschutt · Moränenschutt · Trümmerschutt · Wanderschutt · Ziegelschutt
eWDG

Bedeutungen

1.
Trümmerhaufen, der durch den Abriss oder die Zerstörung eines Bauwerks entstanden ist
Beispiele:
den Schutt abladen, aufladen, wegfahren, abfahren, wegräumen
ein Haufen Schutt
das Erdbeben, der Krieg hat viele Dörfer und Städte in Schutt und Asche gelegt (= zerstört, niedergebrannt)
Troja versank in Schutt und Staub, lag unter Schutt und Trümmern
(unverwertbarer) Abfall verschiedener Art
Beispiel:
Schutt abladen ist hier verboten!
übertragen
Beispiel:
abwertendWenn der träge […] Geist Stück um Stück den Schutt veralteter Anschauungen abtrug [ Johoin: Hammer und Feder223]
2.
natürliche Anhäufung von Geröll
Beispiel:
wir kletterten im steilen Schutt der Moräne zum Gletscher hinauf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schutt m. ‘Gesteinstrümmer, Abfälle von Erde, Sand und dgl.’ (17. Jh.), ‘Erdaufwurf, Umwallung, Bollwerk’ (15. Jh.), eigentlich ‘Aufgeschüttetes’, zu schütten (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schutt · Trümmer

Typische Verbindungen zu ›Schutt‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schutt‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schutt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem Weg zu neuer Klärung der Begriffe war und bleibt viel Schutt wegzuräumen. [Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 406]
Der Wind wirbelte den Staub des bröckelnden Schuttes zu ihm hinauf. [Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 406]
Der Aufbau auf diesem geistigen Gebiete ist vielleicht noch schwerer als die materielle Beseitigung von Schutt und Eisen. [Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]]
Heute ist der strahlende Schutt weitgehend verschwunden, grüne Hänge rahmen das Dorf. [Die Zeit, 25.04.1997, Nr. 18]
Auf der Straße lag damals noch der Schutt der zerbombten Gebäude. [Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 40]
Zitationshilfe
„Schutt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schutt>.

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