Schutt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schutt(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Schutt‹ als Erstglied: ↗Schuttabladeplatz · ↗Schuttberg · ↗Schuttcontainer · ↗Schuttfestiger · ↗Schutthalde · ↗Schutthaufen · ↗Schuttkegel · ↗Schuttplatz
 ·  mit ›Schutt‹ als Letztglied: ↗Bauschutt · ↗Gebirgsschutt · ↗Gletscherschutt · ↗Moränenschutt · ↗Trümmerschutt · ↗Ziegelschutt
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Trümmerhaufen, der durch den Abriss oder die Zerstörung eines Bauwerks entstanden ist
Beispiele:
den Schutt abladen, aufladen, wegfahren, abfahren, wegräumen
ein Haufen Schutt
das Erdbeben, der Krieg hat viele Dörfer und Städte in Schutt und Asche gelegt (= zerstört, niedergebrannt)
Troja versank in Schutt und Staub, lag unter Schutt und Trümmern
(unverwertbarer) Abfall verschiedener Art
Beispiel:
Schutt abladen ist hier verboten!
übertragen
Beispiel:
abwertendWenn der träge ... Geist Stück um Stück den Schutt veralteter Anschauungen abtrug [JohoinHammer u. Feder223]
2.
natürliche Anhäufung von Geröll
Beispiel:
wir kletterten im steilen Schutt der Moräne zum Gletscher hinauf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schutt m. ‘Gesteinstrümmer, Abfälle von Erde, Sand und dgl.’ (17. Jh.), ‘Erdaufwurf, Umwallung, Bollwerk’ (15. Jh.), eigentlich ‘Aufgeschüttetes’, zu ↗schütten (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schutt · ↗Trümmer
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abtransport Asche Dreck Geröll Gerümpel Mörtel Müll Ruine Scherbe Schlamm Schrott Staub Straßenzug Trumm Unkraut Unrat World Trade Center abladen abräumen abtragen abtransportieren begraben bomben graben legen türmen verfüllen versinken wegräumen wühlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schutt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo einmal einfache Häuser standen, ist jetzt nur noch Schutt übrig.
Die Welt, 23.02.2005
Dort waren Ende 1947 rund 7000 Arbeiter vor allem mit dem Wegschaufeln von Schutt beschäftigt.
Süddeutsche Zeitung, 05.01.1999
Auf dem Weg zu neuer Klärung der Begriffe war und bleibt viel Schutt wegzuräumen.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 406
Der Wind wirbelte den Staub des bröckelnden Schuttes zu ihm hinauf.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 406
Auf der Straße lag damals noch der Schutt der zerbombten Gebäude.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 40
Zitationshilfe
„Schutt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schutt>, abgerufen am 10.12.2019.

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