Schutzmann, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schutzmann(e)s · Nominativ Plural: Schutzmänner
Aussprache
WorttrennungSchutz-mann
WortzerlegungSchutzMann
Wortbildung mit ›Schutzmann‹ als Letztglied: ↗Verkehrsschutzmann
eWDG, 1976 und DWDS, 2016

Bedeutung

umgangssprachlich Schutzpolizist
entsprechend der Bedeutung von SchutzleuteQuelle: DWDS, 2016

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schützen · vorschützen · Schutz · Schütz · Schützling · Schutzmann
schützen Vb. ‘vor übler Einwirkung bewahren, absichern, behüten’, mhd. schützen, (md.) schutzen ‘auf-, ein-, umdämmen, Wasser aufstauen, Schutz gewähren, beschirmen, verteidigen’ kann wie mnd. schütten ‘durch Absperrung in der Bewegung behindern, hemmen, Wasser stauen, einsperren, abwehren’, mnl. scutten ‘in einen geschlossenen Raum bringen, einfrieden, absondern’, nl. schutten, afries. sketta ‘verschließen’, aengl. scyttan ‘mit einem Riegel schließen’, engl. to shut ‘schließen’ (germ. *skutjan) als Intensivbildung zu dem unter ↗schießen (s. d.) behandelten starken Verb aufgefaßt werden. Als Ausgangsbedeutung ist dann ‘mit einem (schnell vorschießenden) Riegel absperren, schließen’ anzusetzen. Erwogen wird aber auch Herkunft (oder Einfluß?) von mhd. schüt(t)en in der Bedeutung ‘Erdreich an-, aufschwemmen, anhäufen, eindämmen’ (s. ↗schütten). vorschützen Vb. ‘etw. vorbringen, das zur (vermeintlichen) Rechtfertigung oder Entschuldigung dient, als Schutz aufbauen’ (17. Jh.). Schutz m. ‘Sicherung, Abschirmung’, mhd. (md.) schuz ‘Umdämmung, Aufstauung des Wassers, Schutz, Schirm’, Verbalabstraktum. Häufig formelhaft, vgl. Schutz und Schirm (16. Jh.), Schutz und Hilfe, mhd. schuz unde hulfe, oder (bereits frühnhd.) in Schutz nehmen, Schutz suchen, unter jmds. Schutz stehen, Schutz genießen. Schütz n. ‘bewegliche Absperrung an Schleusen und Wehren zur Regelung des Wasserdurchlaufs’ (18. Jh.), Nebenform von Schutz. Schützling m. ‘wer dem Schutz eines anderen anvertraut ist, unter dessen Betreuung steht’ (17. Jh.). Schutzmann m. ‘Verteidiger’ (17. Jh.), ‘Polizist’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gesetzeshüter · ↗Ordnungshüter · Polizeibeamter · Schutzmann · ↗Wachtmeister  ●  (dein) Freund und Helfer  veraltend · ↗Gendarm  österr. · ↗Polizist  Hauptform · ↗Schutzpolizist  veraltet · (der) Arm des Gesetzes  ugs., fig. · ↗Bulle  ugs. · ↗Cop  ugs., engl. · Herr in Grün  ugs. · ↗Kiberer  ugs., österr. · ↗Polyp  derb · ↗Schupo  ugs., veraltet · ↗Sheriff  ugs., fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ecke Uniform

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schutzmann‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er nahm den Hut ab, fragte nach seiner Straße, der Schutzmann wies ihn hin.
Heym, Georg: Der Dieb. In: Deutsche Literatur, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1911], S. 10707
Und der Schutzmann ging mit dem Verhafteten den Weg hinauf.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 238
Der Schutzmann Trommel, der mitten auf dem Markt den sogenannten Verkehr zu bändigen hatte, befand sich in Mittagsruhe.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 378
Und wer anders hätte wohl durch den Kordon grimmiger Schutzmänner und Feuerwehrleute durchzubrechen gewagt, als ein Mitglied der Familie Meisegeier?
Hartung, Hugo: Wir Wunderkinder, Düsseldorf: Droste Verl. 1970 [1959], S. 63
Der Schutzmann ging mit mir, eher gemächlich, durch die noch dunklen Straßen.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 151
Zitationshilfe
„Schutzmann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schutzmann>, abgerufen am 17.07.2019.

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