Schutzpolizei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchutz-po-li-zei (computergeneriert)
WortzerlegungSchutzPolizei
Wortbildung mit ›Schutzpolizei‹ als Letztglied: ↗Wasserschutzpolizei  ·  mit ›Schutzpolizei‹ als Grundform: ↗Schupo1
eWDG, 1976

Bedeutung

Dienstzweig der Polizei mit den allgemeinen Aufgaben, die dem Schutz des Bürgers und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit dienen
Beispiel:
zu den besonderen Tätigkeitsmerkmalen der Schutzpolizei gehört der Streifendienst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Polizei · Polizist · polizeilich · Polente · Politesse2 · Kriminalpolizei · Schutzpolizei · Kripo · Schupo
Polizei f. mit besonderen Vollmachten und Pflichten ausgestattetes staatliches Organ, das die öffentliche Ordnung und Sicherheit, gegebenenfalls auch zwangsweise, zu gewährleisten hat und damit der Aufrechterhaltung der bestehenden Gesellschaftsordnung dient (um 1800), älter ‘Sorge eines Staates, einer Obrigkeit um das Wohl der Bürger’ (18. Jh.), ‘Regierung, Verwaltung, Ordnung, Sittenaufsicht in Staat und Gemeinde sowie die dazugehörigen Verordnungen’ (15. Jh.). Frühnhd. obd. policy, polizei (15. Jh.), md. policei (16. Jh., Luther) ist entlehnt aus mlat. politia, policia ‘Ordnung, Verwaltung von Stadt und Staat, Staat’ bzw. ital. polizia ‘(Stadt)verwaltung, öffentliche Ordnung’ (15. Jh., vielleicht älter). Zugrunde liegt lat. polītīa ‘Staatsverfassung’, spätlat. ‘Staatsverwaltung’, aus griech. polīté͞ia (πολιτεία) ‘Bürgerrecht, Staatsverwaltung, Staatsverfassung’, zu griech. polī́tēs (πολίτης) ‘Bürger, Stadtbewohner’, pólis (πόλις) ‘Burg, Stadt, Stadtgemeinde, Staat’. Polizist m. polizeilich Adj. (19. Jh.). Polente f. gaunersprachliche Abwandlung (19. Jh.) von Polizei. Wolf Rotw. 251 f. setzt als lautähnliche Ausgangsform gaunersprachliches Polent ‘Burg, Schloß, Sitz der Obrigkeit, der Behörde’ an, hervorgegangen aus jidd. paltin ‘Burg, Palast’. Politesse2 f. ‘Polizeigehilfin’, Neubildung (20. Jh., lautlich wohl angeglichen an Stewardeß) zu Polizei, unter Rückgriff auf die dem Wort zugrundeliegende Stammform griech.-lat. polit- (s. oben), verbunden mit dem frz. Suffix -esse zur Bildung movierter Feminina (s. ↗Baronesse, ↗Komtesse). In Zusammensetzungen Kriminalpolizei f. (19. Jh.), Schutzpolizei f. (20. Jh.), verkürzt Kripo f. Schupo f. (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abteilung Angehörige Beamter Berliner Chef Dienst Führungsebene Gendarmerie Kollege Kommandeur Kommando Korruption Kriminalpolizei Kripo Landeskriminalamt Laufbahn Leiter Offizier Personalrat Reichswehr bearbeiten beritten preußisch verstärken weiblich örtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schutzpolizei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei haben die Beamten von der Schutzpolizei offenbar nicht seriös gearbeitet.
Die Welt, 24.07.1999
Weibliche Bewerber haben so gut wie keine Chancen (bei der Schutzpolizei).
Die Zeit, 10.09.1976, Nr. 38
Diese wurde ergänzt; auch wurde besonders die Schutzpolizei, die uniformierte, verstärkt.
o. A.: Vierundachtzigster Tag. Montag, 18. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2045
Wählten sich die Anwärter aus der Schutzpolizei den Dienst in der Gestapo frei oder nicht?
o. A.: Einhunderteinundneunzigster Tag. Mittwoch, 31. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26565
Daneben zählte die Nationalpolizei, die vor allem in Großstädten eingesetzte Schutzpolizei rund 34000 Mann.
o. A. [kas.]: Guardia Civil. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1981]
Zitationshilfe
„Schutzpolizei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schutzpolizei>, abgerufen am 17.07.2019.

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