Schwätzer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwätzers · Nominativ Plural: Schwätzer
Aussprache 
Worttrennung Schwät-zer
Wortzerlegung schwätzen -er, schwatzen -er
Wortbildung  mit ›Schwätzer‹ als Erstglied: schwätzerisch  ·  mit ›Schwätzer‹ als Letztglied: Dummschwätzer · Klugschwätzer · Tugendschwätzer
eWDG

Bedeutung

abwertend
1.
salopp jmd., der viel, oberflächlich und töricht daherredet, ohne selbst zu handeln
Beispiele:
ein alberner, hohler, kindischer, langweiliger, törichter, unerträglicher, wirrköpfiger, sentimentaler, greisenhafter Schwätzer
Er war ein redseliger Mann, aber kein Schwätzer, er galt für sehr tüchtig [ KlempererLTI269]
2.
umgangssprachlich jmd., der leicht ein Geheimnis verrät, ausplaudert
Beispiel:
weihe ihn nicht ein, er ist ein Schwätzer, man kann ihm nicht trauen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwatzen · Geschwätz · Schwatz · Schwätzer · schwatzhaft
schwatzen Vb. ‘wortreich und belanglos reden’, frühnhd. swetzen, schwätzen, schwetzen, schwatzen (15. Jh.), in der Literatursprache (seit 18. Jh.) vorwiegend schwatzen, während umgelautetes schwätzen im Südd. vorherrscht; wohl Intensivbildung (vielleicht unter Einfluß von frühnhd. smetzen ‘schwatzen, verleumden’) zu lautmalendem mhd. swateren ‘rauschen, klappern’, nhd. (landschaftlich) schwadern ‘plätschern’, auch ‘schnattern, schwatzen, schlemmen, prassen’. Geschwätz n. ‘dummes, belangloses Gerede’, mhd. geswetze, Kollektivbildung zu mhd. swaz, nhd. Schwatz m. ‘Plauderei’. Schwätzer m. (15. Jh.). schwatzhaft Adj. ‘redselig’ (18. Jh.), frühnhd. schwetzhafftig (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemand) hört sich gerne reden · (jemand) redet viel, wenn der Tag lang ist · Dampfplauderer · Phrasendrescher · Plapperer · Plauderer · Quasseltante · Quatschkopf · Salbader · Schwaller · Schwallkopf · Wortemacher  ●  Powertalker  engl. · Schwadroneur  französierend · Schwafler  Hauptform · Schwätzer  Hauptform · Dauerquassler  ugs. · Fabulant  geh., lat. · Kaffeetante  ugs. · Laberbacke  ugs. · Laberkopf  ugs. · Laberkopp  ugs. · Labertasche  ugs. · Plappermaul  ugs. · Plaudertasche  ugs. · Quasselstrippe  ugs. · Quatschkopp  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schwätzer‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwätzer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schwätzer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich war zwar ein weinerlicher Schwätzer, aber eigentlich doch ziemlich clever. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 286]
Dieser aufdringliche Schwätzer brachte uns um jeden Genuß, um jede Freude. [Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 25675]
Wer hier mehr als fünf Sätze sagt, ist ein Schwätzer. [Die Zeit, 04.03.1999, Nr. 10]
Diese Schwätzer sind unfähig, irgendeine nützliche Arbeit für die menschliche Gemeinschaft zu leisten. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1939]]
Hat man Sie jetzt zu den besten Schwätzern der Nation gekürt? [Die Zeit, 10.07.2003, Nr. 29]
Zitationshilfe
„Schwätzer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schw%C3%A4tzer>.

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