Schwarzafrikaner, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwarzafrikaners · Nominativ Plural: Schwarzafrikaner
Aussprache  [ˈʃvaʁʦʔafʀiˌkaːnɐ]
Worttrennung Schwarz-af-ri-ka-ner
Wortzerlegung  schwarz Afrikaner
Wortbildung  mit ›Schwarzafrikaner‹ als Erstglied: Schwarzafrikanerin
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Bewohner der südlich der Sahara gelegenen Region Afrikas; Person, die aus dem südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas stammt
Der Ausdruck wird im öffentlichen Sprachgebrauch heute meist vermieden und durch die (Eigen-)‍Bezeichnung Schwarze ersetzt.
Beispiele:
Mit dem Wechsel von dem »Nordafrikaner« Boutros‑Ghali zu dem Schwarzafrikaner Annan [an der Spitze der UN] dürften die aktuellen Konflikte auf dem Kontinent, insbesondere in Zentralafrika, noch stärker als bisher in das Blickfeld gerückt werden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.1996]
Knapp die Hälfte der 6,6 Millionen Einwohner – und damit so viele wie sonst nirgendwo in Südafrika – zählen zu den »Coloureds«, also den Nachkommen von Weißen einerseits und Schwarzafrikanern oder Asiaten andererseits, die während der Apartheid eine Mittelposition zwischen herrschenden Weißen und entrechteten Schwarzen einnahmen. [Welt am Sonntag, 29.12.2019]
[Journalist Klaus] Brinkbäumer listet auf: 910 Millionen Menschen leben in Afrika, das sind 14 Prozent der Weltbevölkerung, 71 Prozent sind jünger als 25 Jahre, 410 Millionen Afrikaner sind Christen, 360 Millionen Muslime, 46 Prozent der Schwarzafrikaner leben von weniger als einem Dollar pro Tag, und von 1.000 Kindern sterben in den Ländern südlich der Sahara 102 vor ihrem ersten Geburtstag, die durchschnittliche Lebenserwartung in diesen Ländern beträgt 46 Jahre. [Der Standard, 19.06.2007]
So leben denn 210 der 280 Millionen Schwarzafrikaner in 19 der 40 unabhängigen Staaten südlich der Sahara (Angola, Namibia, Südafrika und Rhodesien ausgenommen) unter der Herrschaft von Militärs – nämlich in Äthiopien, Burundi, Dahomey, Ghana, Madagaskar, Mali, Mocambique, Niger, Nigeria, Obervolta, Ruanda, Somalia, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, der Volksrepublik Kongo, Zaire und der Zentralafrikanischen Republik. [Die Zeit, 08.08.1975]
2.
Nachkomme der nach Amerika verschleppten Einwohner Schwarzafrikas
Beispiele:
Viele Schwarzafrikaner wurden aus ihrer Heimat verschleppt, mussten sich über Jahrhunderte als Sklaven in Nordamerika verdingen. [Frankfurter Rundschau, 02.10.2000]
Barack Obamas Wahl zum Präsidenten der USA ist für praktisch alle Schwarzafrikaner ein Grund, stolz zu sein. [Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2008]
»Amerika ist ein freies Land – solange du kein Schwarzafrikaner bist […]«, lautet sein Fazit. [Der Spiegel, 12.10.1998]
[US-Außenminister Henry] Kissinger versprach den Schwarzafrikanern, sich für die Abschaffung des Byrd‑Amendment einzusetzen, das Chrom von den im übrigen durch die USA eingehaltenen Uno‑Sanktionen gegen Rhodesien ausnimmt. [Der Spiegel, 24.05.1976]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Mensch mit dunkler Hautfarbe · Schwarzafrikaner · Schwarzer  ●  Farbiger  veraltet · Mohr  veraltet · N-Wort  verhüllend, metasprachlich · Bimbo  vulg., auch figurativ, stark abwertend · Neger  derb, stark abwertend · Nigger  vulg., stark abwertend, amerikanisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schwarzafrikaner‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwarzafrikaner‹.

Zitationshilfe
„Schwarzafrikaner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwarzafrikaner>, abgerufen am 18.09.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schwarzafrika
Schwarz-Weiß-Zeichnung
schwarz-weiß-rot
Schwarz-Weiß-Photographie
Schwarz-Weiß-Malerei
Schwarzafrikanerin
schwarzafrikanisch
Schwarzamsel
Schwarzarbeit
schwarzarbeiten