Schwarzbrot, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSchwarz-brot
WortzerlegungschwarzBrot
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Brot, das überwiegend aus Roggenmehl gebacken ist
2.
westmitteldeutsch Pumpernickel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwarz · Schwärze · schwärzen · anschwärzen · schwärzlich · Schwarzbrot · Schwarzwild
schwarz Adj. Farbadjektiv, ahd. swarz (8. Jh.), mhd. swarz ‘dunkelfarbig, schwarz’, asächs. swart, mnd. mnl. swart, nl. zwart, afries. swart, swert, aengl. sweart, engl. (älter) swart (‘dunkel, schwärzlich’), anord. svartr, schwed. svart, got. swarts (germ. *swarta-) und verwandtes (schwundstufig) anord. sorta ‘schwarze Farbe’, sorti ‘Dunkel, dichter Nebel’, sorta, sortna ‘schwarz, dunkel werden’ sind vergleichbar mit lat. sordēre ‘schmutzig sein, gering erscheinen’, sordēs ‘Schmutz, Unflat, Unglück, Erniedrigung’, vielleicht auch mit awest. kaxvarəδa- Bezeichnung eines mythischen Wesens, eigentlich ‘was für ein (abscheulicher) schwarzer Kerl’, so daß ie. *su̯ordos ‘schmutzfarben, schwarz’ angesetzt werden kann. Schwärze f. ‘schwarze Färbung, Dunkelheit’, ahd. swerzī ‘Schwärze, Dunkel’ (um 1000), swerza ‘Mittel zum Schwärzen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. swerze ‘Schwärze, schwarze Farbe, Dunkelheit (der Nacht), Finsternis’. schwärzen Vb. ‘schwarz machen’, ahd. (9. Jh.), mhd. swerzen. Auch (aus dem Rotw.) schwärzen ‘schmuggeln’ (18. Jh.), eigentlich wohl ‘etw. bei Nacht tun’ (rotw. Schwärze, älter schwerz(e), 14. Jh.); Schwärzer ‘Schmuggler’ (18. Jh.). Daran anschließend in heutiger Sprache schwarz Adj. ‘ungesetzlich’, vgl. schwarzer Markt, Schwarzmarkt, -handel (seit dem ersten Weltkrieg?), zunächst ‘illegaler Valutahandel’ (daher vielleicht auch erst seit der Inflationszeit um 1923?), dann ‘unerlaubter Handel mit rationierten Lebensmitteln und Waren’. Offenbar aus dem Dt. mit derselben Bedeutungsentwicklung (amerik.-)engl. black market (um 1930?), ital. mercato nero (um 1940), frz. marché noir (um 1949), russ. čërnyi rýnok (чёрный рынок); vgl. auch Schwarzarbeit, schwarzhören, -fahren, -schlachten. anschwärzen Vb. ‘verleumden’ (17. Jh.). schwärzlich Adj. ‘dunkel, fast schwarz’ (17. Jh.), älter schwarzlicht (15. Jh.), mhd. swarzlot; vgl. auch schwarzecht (16. Jh.). Schwarzbrot n. ‘Roggenbrot’ (14. Jh.). Schwarzwild n. ‘Wildschweine’ (im Unterschied zu Rotwild), mhd. swarzwilt.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Pumpernickel · Schwarzbrot
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schwarzbrot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aal Bier Brötchen Butter Fisch Hering Honig Kaffee Krabbe Käse Marmelade Quark Rührei Salami Schinken Spiegelei Weißbrot Wurst backen essen frisch gerieben geröstet gesund schmecken servieren trocken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwarzbrot‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schwarzbrot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und bei uns bekommt man nicht so leckeres Schwarzbrot wie hier.
Bild, 23.08.2004
Man kann ihn auch auf Schwarzbrot streichen, sogar mit einer gehörigen Portion Butter darunter.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4538
Aber ehe er auf den Bock stieg, holte er aus der Küche noch ein halbes Schwarzbrot.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 147
Eine Decke, die er in dem Wagen fand, verkaufte er für vier Mark und ein Schwarzbrot.
Die Zeit, 04.05.1973, Nr. 19
Es fiel ihr nun ein, daß heute gerade frisches Schwarzbrot gebacken wurde.
Huch, Friedrich: Pitt und Fox, München: Langewiesche-Brandt 1910 [1909], S. 242
Zitationshilfe
„Schwarzbrot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwarzbrot>, abgerufen am 21.01.2020.

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