Schwarzspecht, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchwarz-specht
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

größerer schwarzer Specht mit rotem Gefieder an Kopf u. Nacken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Specht · Grünspecht · Buntspecht · Schwarzspecht
Specht m. Der Name des bunten Vogels, der mit spitzem Schnabel Insekten und Würmer aus Holz und Baumrinde geräuschvoll klopfend heraushackt, ahd. speht, auch ohne Dental speh (9. Jh.), mhd. asächs. speht, mnd. mnl. nl. specht, anord. (poetisch) spœtr, spettr (aus *spihtaʀ), schwed. -spett (in hackspett, eigentlich ‘hackender Specht’), germ. *spihta- ist wohl verwandt mit den ohne anlautendes s- auftretenden Namensformen lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’, vielleicht auch (wenngleich unsicher) mit aind. pikáḥ ‘der indische Kuckuck’. Danach läßt sich ie. *(s)pī̌ko- ‘Specht, großer Vogel’ erschließen, wobei vielleicht an die unter ↗spitz und ↗Spieß (s. d.) genannte Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ angeknüpft und von ‘Vogel mit spitzem Schnabel’ ausgegangen werden kann. Die germ. Erweiterung mit -t ist sekundär. Doch auch lautmalender Ursprung des Namens ist denkbar. Nach den jeweils vorherrschenden Gefiederfarben werden unterschieden Grünspecht, ahd. gruon(i)speht (9. Jh.), mhd. gruon-, grüenespeht, Buntspecht (16. Jh.) und Schwarzspecht (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schwarzspecht  ●  Dryocopus martius  fachspr., lat.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben nicht nur das Jahr der Behinderten, sondern beispielsweise ist der Schwarzspecht der offizielle Vogel des Jahres 1981.
konkret, 1981
Das Ei der Krickente ist mit 26 - 30 g beinahe dreimal so schwer wie das des gleich großen Schwarzspechts.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 231
Im letzten Jahr war es der Schwarzspecht, heuer ist es der Brachvogel, der vom Deutschen Bund für Vogelschutz zum "Vogel des Jahres" gewählt worden ist.
o. A. [ker.]: Brachvogel. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1982]
Auch andere Vögel finden keinen Nistplatz mehr, weil sie sich in den Höhlen von Schwarzspechten niederlassen, sobald diese ausgezogen sind.
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2003
In Nadelwaldungen hämmert der Schwarzspecht, in Buchenwäldern der Grünspecht, und auch Buntspecht und Wendehals sind hier zu Hause.
Gerlach, Harry: Schmalkalden und Umgebung, Berlin-Leipzig: VEB Tourist-Verlag 1978, S. 13
Zitationshilfe
„Schwarzspecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwarzspecht>, abgerufen am 18.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schwarzsender
schwarzseiden
schwarzseherisch
Schwarzseherei
Schwarzseher
Schwarzstorch
Schwarztaxe
Schwarztaxi
schwarzumflort
schwarzumrändert