Schwatz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwatzes · Nominativ Plural: Schwatze
Aussprache
Wortbildung mit ›Schwatz‹ als Erstglied: ↗Schwätzchen  ·  mit ›Schwatz‹ als Letztglied: ↗Alltagsschwatz · ↗Dummschwatz · ↗Feierabendschwatz
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich Geplauder, zwangloses Gespräch, Unterhaltung
Beispiele:
ein kleiner Schwatz mit der Freundin an der Ecke
einen gemütlichen Schwatz mit dem Nachbarn machen
auf einen Schwatz bei ihm vorbeikommen
er war immer bereit zu einem Schwatz
Zeit haben für einen kleinen Schwatz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwatzen · Geschwätz · Schwatz · Schwätzer · schwatzhaft
schwatzen Vb. ‘wortreich und belanglos reden’, frühnhd. swetzen, schwätzen, schwetzen, schwatzen (15. Jh.), in der Literatursprache (seit 18. Jh.) vorwiegend schwatzen, während umgelautetes schwätzen im Südd. vorherrscht; wohl Intensivbildung (vielleicht unter Einfluß von frühnhd. smetzen ‘schwatzen, verleumden’) zu lautmalendem mhd. swateren ‘rauschen, klappern’, nhd. (landschaftlich) schwadern ‘plätschern’, auch ‘schnattern, schwatzen, schlemmen, prassen’. Geschwätz n. ‘dummes, belangloses Gerede’, mhd. geswetze, Kollektivbildung zu mhd. swaz, nhd. Schwatz m. ‘Plauderei’. Schwätzer m. (15. Jh.). schwatzhaft Adj. ‘redselig’ (18. Jh.), frühnhd. schwetzhafftig (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geplauder · ↗Konversation · ↗Plauderei · ↗Plausch · ↗Smalltalk · unverbindliches Geplapper  ●  ↗Quatscherei  ugs. · Rumgequatsche  ugs. · Sabbelei  ugs. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · Schwatz  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bekannter Bier Flirt Gelegenheit Kaffee Kollege Nachbar Zeit abendlich abhalten auflegen elektronisch freundlich gemütlich halten klein kurz nett treffen vorbeikommen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwatz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Also setzen wir uns vor dem Konzert auf einen kleinen Schwatz zusammen.
Die Zeit, 20.12.2010, Nr. 51
Theoretisch könnte man von einem Dorf zum andern einen Schwatz abhalten.
konkret, 1985
Ich habe nicht die geringste Lust, diesen leeren Schwatz zu unterstützen!
Johst, Hanns: Die Torheit einer Liebe, München: Langen Müller 1942 [1930], S. 224
Von dem Feste erwähnte sie bei dem raschen Schwätzen kein Wort.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 115
Manchmal kam es zu einem kleinen Schwatz zwischen Sauer und Reni.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 180
Zitationshilfe
„Schwatz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwatz>, abgerufen am 20.06.2019.

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