Schwebebalken, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwebebalkens · Nominativ Plural: Schwebebalken
Aussprache 
Worttrennung Schwe-be-bal-ken
Wortzerlegung schweben Balken
eWDG

Bedeutung

auf einem Gestell angebrachter Balken für Gleichgewichtsübungen
Beispiel:
auf dem Schwebebalken übte man Handstände
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schweben · Schwebe · Schwebebalken
schweben Vb. ‘sich langsam und frei in der Luft bewegen, unentschieden sein’, ahd. swebēn ‘hin und her bewegen, ebben und fluten, branden’ (8. Jh.), mhd. sweben ‘sich fließend, schiffend, schwimmend, fliegend hin und her bewegen, in der Schwebe, unentschieden sein’, mnd. mnl. swēven ‘von einer Seite zur anderen treiben, in der Schwebe, unentschieden sein’, nl. zweven ‘hin und her gehen, treiben’, aengl. for(þ)swefian ‘Glück, Erfolg haben’ (germ. *swibēn) ist verwandt mit ahd. sweibōn ‘sich drehen, bewegen, rollen’ (8. Jh.) sowie dem starken Verb mhd. swīfen ‘sich bewegen, schwingen’, aengl. swīfan ‘umherschweifen, gleiten, streichen’, anord. svīfa ‘schwingen, schweben, fahren’, vgl. auch aengl. engl. swift ‘schnell’, und läßt sich mit lett. svàipīt ‘peitschen’ (eigentlich wohl ‘die Peitsche schwingen’) auf ie. *su̯eip- zurückführen, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *su̯ē̌(i)- ‘biegen, drehen, schwingen’, zu der das unter schweifen (s. d.) behandelte Verb und (mit Gutturalerweiterung) russ. (landschaftlich) svigát’ (свигать) ‘sich herumtreiben, eilen, laufen’ sowie lit. svaĩgti ‘taumeln, schwanken, schwindlig werden’ gehören. Schwebe f. ‘Zustand des Schwebens, Unentschiedenheit, Gleichgewicht’, mhd. swebe; vorzugsweise in bildlichen Wendungen wie in der Schwebe (‘zwischen zwei Möglichkeiten, unentschieden’) sein, halten, bleiben (seit dem 19. Jh. üblich). Schwebebalken m. Turngerät mit einem auf einem Gestell befestigten Balken für Balancier- und Gleichgewichtsübungen (20. Jh.), älter Schwebebaum (Anfang 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Schwebebalken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf der balanciert man nun unendlich lange 140 Meter wie auf einem stählernen Schwebebalken. [Die Zeit, 04.07.2011, Nr. 27]
Aber irgendwann kommt der Moment, da ist der Schwebebalken blank. [Süddeutsche Zeitung, 29.06.2001]
Am Schwebebalken konnte sie nicht mehr antreten, ihr Ziel Olympia schien schon verpaßt zu sein. [Süddeutsche Zeitung, 19.04.1996]
Vor allem am Schwebebalken turnten sie sicher wie nie zuvor. [Süddeutsche Zeitung, 09.10.1995]
Aber beim Turnen sieht man doch immer so spindeldürre Mädchen auf dem Schwebebalken. [Bild, 11.12.2001]
Zitationshilfe
„Schwebebalken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwebebalken>.

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