Schwertfeger, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchwert-fe-ger (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch Waffenschmied
Beispiel:
die Schwertfeger sollten Helme und Schwerter des bischöflichen Gefolges und den Jagdspieß des Bischofs reinigen [Urania1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwert · Schwertfeger · Schwertfisch · Schwertlilie · Schwertel
Schwert n. ‘Hieb- und Stichwaffe mit ein- oder zweischneidiger Klinge’, ahd. swert (8. Jh.), mhd. mnd. swert, asächs. swerd, mnl. swa(e)rt, swe(e)rt, nl. zwaard, afries. swerd, aengl. sword, sweord, swyrd, engl. sword, anord. sverð, schwed. svärd. Herkunft unbekannt. Eine Deutung von germ. *swerða- im Sinne von ‘das Schneidende, Stechende’ als Bildung mit Dentalsuffix zu der unter ↗schwären (s. d.) genannten Wurzel ie. *su̯er- ‘schwären, eitern’, also vielleicht auch ‘schneiden, stechen’, ist unsicher. Schwertfeger m. ‘wer roh geschmiedete Waffen in Feinarbeit gebrauchsfertig macht, Waffenschmied’, mhd. swertveger; zu mhd. vegen ‘reinigen, putzen, polieren’ (s. ↗fegen). Schwertfisch m. Fischart mit schwertähnlichem Oberkiefer (18. Jh.). Schwertlilie f. Lilie mit schwertförmigen Blättern, ‘Iris’ (18. Jh.). Älter dafür Schwertel m. ‘Siegwurz, Schwertlilie’, ahd. swertala f. (10. Jh.), mhd. swertel(e) m. f., teils lat. gladiolus m., teils lat. gladiola f. (eigentlich ‘kleines Schwert’) glossierend. Vgl. auch mhd. swertelbluome.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von Till Schwertfeger Berlin - Es war die Sensation in der an Überraschungen armen Vorsaison.
Die Welt, 08.08.2005
B. Schwertfeger hat aus diesem Anlaß in seinem Buche »Die großen Erzieher des Deutschen Heeres.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 356
Zudem verlängerte die Fortuna den Vertrag mit Rechtsverteidiger Kai Schwertfeger bis 2013.
Die Zeit, 29.12.2010 (online)
Der Waffenschmied oder Schwertfeger machte Spieße, Schwerter, Eisenhauben und Beinschienen.
Lachs, Johannes u. Raif, Friedrich Karl: Rostock, VEB Hinstorff-Verlag 1968, S. 21
Der Grundgedanke geht auf Luthers Programmschriften von 1520 zurück, die Zusammenstellung besorgten jedoch Philipp Melanchthon und Johannes Schwertfeger.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 18424
Zitationshilfe
„Schwertfeger“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwertfeger>, abgerufen am 19.11.2019.

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