Schwertfisch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchwert-fisch
eWDG, 1976

Bedeutung

besonders im Pazifik und im Mittelmeer lebender, großer Fisch, dessen Oberkiefer einen langen, schwertartigen Fortsatz hat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwert · Schwertfeger · Schwertfisch · Schwertlilie · Schwertel
Schwert n. ‘Hieb- und Stichwaffe mit ein- oder zweischneidiger Klinge’, ahd. swert (8. Jh.), mhd. mnd. swert, asächs. swerd, mnl. swa(e)rt, swe(e)rt, nl. zwaard, afries. swerd, aengl. sword, sweord, swyrd, engl. sword, anord. sverð, schwed. svärd. Herkunft unbekannt. Eine Deutung von germ. *swerða- im Sinne von ‘das Schneidende, Stechende’ als Bildung mit Dentalsuffix zu der unter ↗schwären (s. d.) genannten Wurzel ie. *su̯er- ‘schwären, eitern’, also vielleicht auch ‘schneiden, stechen’, ist unsicher. Schwertfeger m. ‘wer roh geschmiedete Waffen in Feinarbeit gebrauchsfertig macht, Waffenschmied’, mhd. swertveger; zu mhd. vegen ‘reinigen, putzen, polieren’ (s. ↗fegen). Schwertfisch m. Fischart mit schwertähnlichem Oberkiefer (18. Jh.). Schwertlilie f. Lilie mit schwertförmigen Blättern, ‘Iris’ (18. Jh.). Älter dafür Schwertel m. ‘Siegwurz, Schwertlilie’, ahd. swertala f. (10. Jh.), mhd. swertel(e) m. f., teils lat. gladiolus m., teils lat. gladiola f. (eigentlich ‘kleines Schwert’) glossierend. Vgl. auch mhd. swertelbluome.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hai Heilbutt Kabeljau Thunfisch fangen gegrillt geräuchert mariniert riesig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwertfisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darauf posiert die junge Frau mit einem weißbärtigen Mann vor einem gigantischen Schwertfisch.
Die Zeit, 29.05.2013, Nr. 21
Sogar vier echte Schwertfische - wie sie im Film gefangen werden - wurden vor den Augen der Gäste filetiert, gebraten und serviert.
Die Welt, 20.07.2000
Er hatte einen Mordsbrocken am Haken, einen Schwertfisch, 300 Kilo schwer.
Bild, 08.12.2005
An guten Tagen holen sie armlange Schwertfische aus dem Wasser, an schlechten verrostete Bierdosen.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.1995
So greift der Schwertfisch ohne weiteres Walfische an, die ihm zu nah kommen, und verletzt sie mit dem scharfen Schwert in bedenklicher Weise.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 115
Zitationshilfe
„Schwertfisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwertfisch>, abgerufen am 11.11.2019.

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