Schwuchtel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schwuchtel · Nominativ Plural: Schwuchteln
Aussprache  [ˈʃvʊχtl̩]
Worttrennung Schwuch-tel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwuchtel f. umgangssprachlich abschätzig für einen sich feminin gebärdenden homosexuellen Mann (20. Jh.); Herkunft ungewiß. Wohl zu landschaftlichem schwuchte(l)n ‘sich beim Gehen in den Hüften wiegen’, eigentlich ‘schwanken’; vgl. Wolf Rotw. 306. Weiteres unklar.

Thesaurus

Synonymgruppe
Homoerotiker · Homophiler · Homosexueller  ●  Uranier  selten · Uranist  selten · Hinterlader  derb, abwertend, veraltet · Homo  ugs. · Schwuchtel  derb · Schwuler  ugs. · Schwulette  ugs., abwertend · Schwuppe  derb · warmer Bruder  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schwuchtel‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwuchtel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schwuchtel‹

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Er ist dann die Schwuchtel, die es nicht geschafft hat.
Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43
Ich jedenfalls empfinde diesen geheimnisvollen, großartigen Schwuchteln gegenüber tiefen Dank.
Die Zeit, 21.05.2007, Nr. 21
Er hat einen neuen Job, und die Kollegen munkeln bereits, er sei eine Schwuchtel.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.1999
Ich könnte jetzt rausgehen und irgendwelche Jugendlichen würden zu mir "Schwuchtel" oder "Hurenbock" sagen.
Der Tagesspiegel, 24.11.2001
Künstler, Schauspieler und die schönsten Schwuchteln Roms umflatterten sie noch im Tod wie Schmetterlinge.
Die Welt, 30.11.2002
Zitationshilfe
„Schwuchtel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwuchtel>, abgerufen am 17.09.2021.

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