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Schwungrad, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Schwung-rad
Wortzerlegung Schwung Rad
eWDG

Bedeutung

Technik schweres Rad, das durch sein Trägheitsmoment den gleichmäßigen, stoßfreien Gang von Maschinen bewirkt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwung · schwunghaft · Schwungfeder · Schwungkraft · Schwungrad · schwungvoll
Schwung m. ‘schwingende Bewegung, kraftvolle, rasche Bewegung, Stoßkraft’, übertragen ‘Antrieb, Begeisterung’. Das zu dem unter schwingen (s. d.) behandelten Verb gebildete Abstraktum mhd. swunc ist anfangs nur wenig gebräuchlich, setzt sich aber im 18. Jh. allgemein durch und drängt dabei Schwang und Schwank in ihrer Verwendung für ‘schwingende Bewegung’ zurück (zur Bedeutungsdifferenzierung s. Schwang). Redensartlich in Schwung kommen ‘in Gang kommen, in einen guten, vielversprechenden Zustand gelangen, vorankommen’ (um 1800), Schwung (‘Elan’) haben (19. Jh.). schwunghaft Adj. ‘mit Schwung, lebhaft, erfolgreich’ (Anfang 19. Jh.), schwunghaften Handel treiben. Schwungfeder f. ‘Hauptflügelfeder der Vögel’ (18. Jh.). Schwungkraft f. ‘Kraft eines schwingenden Körpers, in schnelle, schwingende Bewegung versetzende Kraft’ (18. Jh.). Schwungrad n. schweres Maschinenrad, das eine gleichmäßige Drehbewegung halten soll (18. Jh.). schwungvoll Adj. ‘voller Antrieb, Begeisterung, Elan’ (18. Jh.).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Schwungmasse · Schwungrad · Schwungscheibe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schwungrad‹ (berechnet)

abgeben drehen kreisend liegend moralisch riesig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwungrad‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schwungrad‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich gab dem Motor meiner ersten Wagen ein waagerecht liegendes Schwungrad. [Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8209]
Das politische Schwungrad, das allein die Gemeinschaft weiterbringen kann, stand still. [Die Zeit, 14.04.1978, Nr. 16]
Das politische Schwungrad, das allein die Gemeinschaft weiterbringen könnte, stand still. [Die Zeit, 04.02.1974, Nr. 05]
Durch Andrehen des Schwungrades probiere ich dem Kinde Leben einzuhauchen. [Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8234]
Auf diese Weise läßt sich in einem mechanischen Schwungrad elektrische Energie speichern. [Süddeutsche Zeitung, 24.05.1995]
Zitationshilfe
„Schwungrad“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwungrad>.

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