Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schwupp, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwupp(e)s · Nominativ Plural: Schwuppe
Aussprache [ʃvʊp]
Grundformschwupp
Wortbildung  mit ›Schwupp‹ als Grundform: Schwupps
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
schnelle, plötzliche, ruckartige Bewegung
Beispiel:
ein Schwupp, und er hatte das Glas leer getrunken
übertragen
Beispiel:
sie hat alle Fenster in einem, auf einen Schwupp (= alle auf einmal, hintereinander) geputzt
2.
(schneller, plötzlicher) Guss, Schwall
Beispiele:
ein Schwupp Wasser
als ihr Mann mit dem Schmierseifkübel in den Flur kam, um ihr für ihren Zuber einen Schwupp auszuteilen [ SeghersSiebtes Kreuz4,248]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwupp(s) · wupp(s) · Schwuppe · schwuppen · Schwupp(s) · wuppen · Wupp · Wuppdizität
schwupp(s), wupp(s) Interjektion zur lautmalenden Charakterisierung einer ruckartige Bewegung, eines dumpfen, klatschenden Schlages (literarisch belegt 18. Jh., doch umgangssprachlich gewiß älter), ablautend neben schwapp, schwipp (s. d.). Lautspielerisch erweitert schwuppdich, wuppdi, wuppdich, schwuppdiwupp, huppdiwupp, wuppdiwupp, substantiviert mit einem Wuppdich. Schwuppe f. ‘Gerte, Peitsche’ (16. Jh.). schwuppen Vb. ‘dumpf klatschen, stoßen’ (19. Jh.). Schwupp(s) m. ‘ruckartige Bewegung, Schwung, Hieb’, auf einen Schwupp ‘im Nu’. wuppen Vb. ‘mit einem Ruck anheben’. Wupp m. ‘Ruck, Schwung, Stoß, Augenblick’. Aus der Studentensprache die scherzhafte Bildung Wuppdizität f. ‘Schwung, Schnelligkeit, Energie’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Schwupp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und mit einem Schwupp trägt es den Schuldner aus der Bahn. [Die Zeit, 17.12.2007, Nr. 51]
Die hat vor Jahren schon damit angefangen – schwupps, war sie brünett. [Bild, 27.01.2000]
Und schwupps – da hat sie das Blümchen auch schon stibitzt. [Bild, 30.07.2002]
Als sie wegguckt, schlägt der Fiesling zu – schwupps, ist der Wagen weg. [Bild, 05.02.2002]
Sie bauen die Dächer zu schweineteuren Bleiben um, und schwupps darf niemand mehr oben drauf. [Der Tagesspiegel, 25.06.2003]
Zitationshilfe
„Schwupp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schwupp>.

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