Seife, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Seife · Nominativ Plural: Seifen
Aussprache
WorttrennungSei-fe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Seife‹ als Erstglied: ↗Seifenabsud · ↗Seifenartikel · ↗Seifenbad · ↗Seifenbaum · ↗Seifenblase · ↗Seifenbrühe · ↗Seifenbüchse · ↗Seifenfabrik · ↗Seifenflocke · ↗Seifenindustrie · ↗Seifenkarton · ↗Seifenkiste · ↗Seifenkraut · ↗Seifenlauge · ↗Seifenmarke · ↗Seifennapf · ↗Seifenoper · ↗Seifenprobe · ↗Seifenpulver · ↗Seifenriegel · ↗Seifenschale · ↗Seifenschaum · ↗Seifensieder · ↗Seifensiederei · ↗Seifenspender · ↗Seifenwasser · ↗Seifenwrasen · ↗Seifenzäpfchen · ↗seifenartig
 ·  mit ›Seife‹ als Letztglied: ↗Ammoniakseife · ↗Badeseife · ↗Feinseife · ↗Flüssigseife · ↗Glyzerinseife · ↗Harzseife · ↗Karbolseife · ↗Kernseife · ↗Körperseife · ↗Lanolinseife · ↗Lavendelseife · ↗Lilienmilchseife · ↗Mandelseife · ↗Rasierseife · ↗Rohseife · ↗Sattlerseife · ↗Schmierseife · ↗Schwimmseife · ↗Syndetseife · ↗Teerseife · ↗Toilettenseife · ↗Toiletteseife · ↗Transparentseife · ↗Waschseife · ↗Zahnseife
 ·  mit ›Seife‹ als Grundform: ↗seifen1
eWDG, 1976

Bedeutung

aus Alkalisalzen höherer Fettsäuren bestehender Stoff, der in fester, flüssiger oder pastenartiger Form besonders zur Körperpflege und für die Reinigung von Textilien verwendet wird
Beispiele:
Seife kochen, sieden
Seife schäumt, reinigt
mit Seife scheuern
sich [Dativ] die Hände mit Seife waschen
milde, duftende, parfümierte, wohlriechende Seife
ein Stück, eine Packung Seife
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Seife · seifen · abseifen · einseifen · Seifenblase · Seifensieder
Seife f. Die Bezeichnung für das Wasch- bzw. Reinigungsmittel lautet ahd. seifa (8. Jh.), mhd. seife, mnd. mnl. sēpe, nl. zeep, aengl. sāpe, engl. soap und (möglicherweise aus dem Aengl. entlehnt) anord. sāpa, schwed. såpa. Zieht man aengl. sāp ‘Harz, Bernstein’ heran, so kann von der Vorstellung einer zähen, tropfenden Masse ausgegangen und eine Verbindung zu ablautendem mhd. sīfen ‘tropfen, triefen, gleiten, rutschen’, mnd. mnl. sīpen, nl. sijpelen ‘tröpfeln, sickern’, aengl. sīpian ‘fallen, sich senken’ hergestellt werden. Vergleicht man ferner lat. sēbum ‘Talg’, toch. A sep-, sip- ‘salben’ und die unter ↗Sieb (s. d.) genannten Formen, so ist ein Anschluß an ie. *sē(i)b-, *seib-, *seip- ‘ausgießen, seihen, rinnen, tröpfeln’, Erweiterung der Wurzel ie. *sē(i)-, *sei- ‘tröpfeln, rinnen, feucht’, möglich. Seife (lat. sāpo m., aus dem Germ. entlehnt) besteht nach Plinius aus Talg, Asche und Pflanzensäften und dient zunächst, offenbar aus kultischen Gründen, zum Rotfärben der Haare vor dem Kampf. seifen Vb. ‘mit Seife säubern’ (16. Jh.); abseifen Vb. ‘mit Seife und Wasser reinigen’ (in der Färbetechnik 18. Jh., allgemein 19. Jh.); einseifen Vb. ‘mit Seife einschmieren’ (19. Jh.); auch ‘übervorteilen, betrügen’ als volksetymologische Umbildung von rotw. beseibeln, besefeln, zu jidd. sewel ‘Mist, Kot, Dreck’. Seifenblase f. ‘Blase aus Seifenschaum’ (17. Jh.), übertragen für ‘Vergängliches, Trügerisches, ungenügend Durchdachtes’ (18. Jh.). Seifensieder m. ‘wer Seife herstellt’ (15. Jh.), eigentlich ‘kocht’ (s. ↗sieden); zu den Obliegenheiten der Seifensieder gehört auch das Kerzenziehen, daher redensartlich aus der Studentensprache mir geht ein Seifensieder (‘ein Licht’) auf (Anfang 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bürste Creme Deo Deodorant Desinfektionsmittel Duschgel Handtuch Händewaschen Kamm Klopapier Kosmetikum Margarine Parfüm Puder Reinigungsmittel Schwamm Shampoo Soda Streichholz Toilettenpapier Waschen Waschmittel Waschpulver Zahnbürste Zahnpasta abwaschen antibakteriell auswaschen parfümiert waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Seife‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und würde das auch für eine Seife beispielsweise von Dior gelten?
Der Tagesspiegel, 15.05.2005
Bei den handgefertigten Seifen dürfen Sie dies sogar wörtlich nehmen.
Die Welt, 14.05.2005
Ein Beamter verließ den Raum, wohl um Seife zu holen.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 19
Die kleinen Hände am Steuer rochen in jeder Bewegung nach Seife, bis zu ihr herüber.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 283
Seife, die ins Ohr gelangt, muß man möglichst vollständig herausspülen.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 225
Zitationshilfe
„Seife“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Seife#1>, abgerufen am 18.08.2019.

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Seife, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Seife · Nominativ Plural: Seifen
Aussprache
WorttrennungSei-fe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Seife‹ als Erstglied: ↗Seifengebirge  ·  mit ›Seife‹ als Letztglied: ↗Goldseife · ↗Zinnseife  ·  mit ›Seife‹ als Grundform: ↗seifen2
eWDG, 1976

Bedeutung

Geologie Anreicherung von schweren und schwerverwitternden Mineralien in Sandablagerungen und Geröllablagerungen
Beispiel:
Seifen sind in der Geologie Lagerstätten, in die durch Verwitterung Erze, Metallkörner und Edelsteine zusammengespült wurden [Urania1955]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Seife · seifen · abseifen · einseifen · Seifenblase · Seifensieder
Seife f. Die Bezeichnung für das Wasch- bzw. Reinigungsmittel lautet ahd. seifa (8. Jh.), mhd. seife, mnd. mnl. sēpe, nl. zeep, aengl. sāpe, engl. soap und (möglicherweise aus dem Aengl. entlehnt) anord. sāpa, schwed. såpa. Zieht man aengl. sāp ‘Harz, Bernstein’ heran, so kann von der Vorstellung einer zähen, tropfenden Masse ausgegangen und eine Verbindung zu ablautendem mhd. sīfen ‘tropfen, triefen, gleiten, rutschen’, mnd. mnl. sīpen, nl. sijpelen ‘tröpfeln, sickern’, aengl. sīpian ‘fallen, sich senken’ hergestellt werden. Vergleicht man ferner lat. sēbum ‘Talg’, toch. A sep-, sip- ‘salben’ und die unter ↗Sieb (s. d.) genannten Formen, so ist ein Anschluß an ie. *sē(i)b-, *seib-, *seip- ‘ausgießen, seihen, rinnen, tröpfeln’, Erweiterung der Wurzel ie. *sē(i)-, *sei- ‘tröpfeln, rinnen, feucht’, möglich. Seife (lat. sāpo m., aus dem Germ. entlehnt) besteht nach Plinius aus Talg, Asche und Pflanzensäften und dient zunächst, offenbar aus kultischen Gründen, zum Rotfärben der Haare vor dem Kampf. seifen Vb. ‘mit Seife säubern’ (16. Jh.); abseifen Vb. ‘mit Seife und Wasser reinigen’ (in der Färbetechnik 18. Jh., allgemein 19. Jh.); einseifen Vb. ‘mit Seife einschmieren’ (19. Jh.); auch ‘übervorteilen, betrügen’ als volksetymologische Umbildung von rotw. beseibeln, besefeln, zu jidd. sewel ‘Mist, Kot, Dreck’. Seifenblase f. ‘Blase aus Seifenschaum’ (17. Jh.), übertragen für ‘Vergängliches, Trügerisches, ungenügend Durchdachtes’ (18. Jh.). Seifensieder m. ‘wer Seife herstellt’ (15. Jh.), eigentlich ‘kocht’ (s. ↗sieden); zu den Obliegenheiten der Seifensieder gehört auch das Kerzenziehen, daher redensartlich aus der Studentensprache mir geht ein Seifensieder (‘ein Licht’) auf (Anfang 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bürste Creme Deo Deodorant Desinfektionsmittel Duschgel Handtuch Händewaschen Kamm Klopapier Kosmetikum Margarine Parfüm Puder Reinigungsmittel Schwamm Shampoo Soda Streichholz Toilettenpapier Waschen Waschmittel Waschpulver Zahnbürste Zahnpasta abwaschen antibakteriell auswaschen parfümiert waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Seife‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und würde das auch für eine Seife beispielsweise von Dior gelten?
Der Tagesspiegel, 15.05.2005
Bei den handgefertigten Seifen dürfen Sie dies sogar wörtlich nehmen.
Die Welt, 14.05.2005
Ein Beamter verließ den Raum, wohl um Seife zu holen.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 19
Die kleinen Hände am Steuer rochen in jeder Bewegung nach Seife, bis zu ihr herüber.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 283
Seife, die ins Ohr gelangt, muß man möglichst vollständig herausspülen.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 225
Zitationshilfe
„Seife“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Seife#2>, abgerufen am 18.08.2019.

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