Selbstbedienungsladen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Selbstbedienungsladens · Nominativ Plural: Selbstbedienungsläden
Aussprache 
Worttrennung Selbst-be-die-nungs-la-den
Wortzerlegung  Selbstbedienung Laden
Wahrig und DWDS

Bedeutung

Geschäft, in dem sich der Kunde selbst mit Waren bedient und diese an einer Kasse bezahlt
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: einen Selbstbedienungsladen eröffnen
in Koordination: Selbstbedienungsläden und Kaufhäuser
Beispiele:
Als Vorreiterin der heute flächendeckend dominanten Supermarktketten nahm die […] Konsumgenossenschaft ab den 1950er‑Jahren erste Selbstbedienungsläden […] in Linz, Graz und Wien in Betrieb. [Der Standard, 11.05.2015]
Am Zugang der stets begrünten Anlagen [der Motels] befindet sich das Versorgungsgebäude mit Rezeption und Verwaltung, Tankstelle, Gaststätte, Selbstbedienungsladen und Wirtschaftsräumen. [Olbrich, Harald (Hg.): Lexikon der Kunst. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 12202]
In einem Selbstbedienungsladen[…] packen sie drei Gitterwagen voll: Büchsen und Gläser, in Folie verpacktes Obst und Gemüse, Fleisch eingeschweißt und tiefgefroren, diverse Sorten Knäckebrot, Hüttenkäse[…]. [Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 103]
An die Stelle des Ladens an der Ecke sind Selbstbedienungsläden und Kaufhäuser getreten. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1977]]
übertragen, abwertend etw., ein Staat, eine Institution o. Ä., dessen (finanzielle, materielle, geistige) Ressourcen rücksichtslos von jmdm. (zur eigenen Bereicherung) ausgenutzt werden
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein gigantischer, riesiger Selbstbedienungsladen
in Präpositionalgruppe/-objekt: etw. verkommt zu einem Selbstbedienungsladen; etw. als Selbstbedienungsladen missbrauchen
Beispiele:
Politiker, Gewerkschafter, Unternehmer und sogar Mitglieder der Monarchie müssen sich vorwerfen lassen, sie hätten das Land in den Jahren des spekulativ aufgeheizten Immobilienbooms zum Selbstbedienungsladen verkommen lassen und sich persönlich bereichert. [Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2016]
[…] auch die schwarz‑gelbe Koalition hat die Bundesagentur [für Arbeit] als Selbstbedienungsladen mißbraucht, indem sie den Arbeitslosengeldbezug verlängerte, um steuerfinanzierte Arbeitslosenhilfe zu sparen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2006]
Das Internet ist zum kostenlosen Selbstbedienungsladen für Filmfans geworden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2005]
Ist dieser Planet ein Selbstbedienungsladen, aus dem man sich einfach alles nehmen darf, um es für Geld zu verkaufen? [Süddeutsche Zeitung, 09.07.2001]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschäft mit Selbstbedienung · SB-Markt · Selbstbedienungsgeschäft · Selbstbedienungsladen
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
(ein) gedeckter Tisch (für)  fig., negativ · (eine) Einladung (für)  fig., negativ · Selbstbedienungsladen  negativ, fig.
Assoziationen
  • (ein) Schlaraffenland (für)  ●  (ein) Dorado (für)  fig., negativ · (ein) El Dorado (für)  negativ, fig. · (ein) Eldorado (für)  negativ, fig. · (ein) Mekka (für)  negativ, fig., variabel · (ein) Paradies (für)  negativ, fig.

Typische Verbindungen zu ›Selbstbedienungsladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Selbstbedienungsladen‹.

Zitationshilfe
„Selbstbedienungsladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Selbstbedienungsladen>, abgerufen am 22.10.2021.

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