Semantik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Semantik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Se-man-tik
formal verwandt mitsemantisch
Wortbildung  mit ›Semantik‹ als Erstglied: Semantiker  ·  mit ›Semantik‹ als Letztglied: Zoosemantik  ·  mit ›Semantik‹ als Grundform: semantisch
Herkunft aus gleichbedeutend sémantiquefrz < sēmantikósgriech (σημαντικός) ‘zu einem Zeichen gehörig, bezeichnend, deutlich’ < sēmaíneingriech (σημαίνειν) ‘durch ein Zeichen kenntlich machen, bezeichnen’ < sḗmagriech (σῆμα) ‘Zeichen, Schriftzeichen’
eWDG

Bedeutungen

1.
Sprachwissenschaft Semasiologie
2.
Wissenschaft Teilgebiet der Semiotik, das die allgemeinen Beziehungen zwischen Zeichen und Bedeutetem oder Zeichen und Bezeichnetem zum Gegenstand hat
Beispiel:
die logische Semantik
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Semantik · semantisch · Semasiologie · semasiologisch · Sem
Semantik f. ‘Lehre von den Wortbedeutungen’, dann auch ‘Bedeutung eines Wortes’, Entlehnung (Ende 19. Jh.) des von M. Bréal (1883) geprägten sprachwissenschaftlichen Terminus frz. sémantique, nach griech. sēmantikós (σημαντικός) ‘zu einem Zeichen gehörig, bezeichnend, deutlich’; zu griech. sēmá͞inein (σημαίνειν) ‘durch ein Zeichen kenntlich machen, bezeichnen’, sḗma (σῆμα) ‘Zeichen, Schriftzeichen’. Dazu semantisch Adj. ‘die Bedeutung betreffend’ (20. Jh.). Zuvor ist bereits durch K. Reisig (1839) der Ausdruck Semasiologie f. für die ‘Lehre von den Wortbedeutungen’ eingeführt worden, der heute vorzugsweise gebraucht wird, wenn von deren Beziehungen untereinander und ihren historischen Veränderungen die Rede ist; vgl. griech. sēmasía (σημασία) ‘das Bezeichnen, Bezeichnung’ und s. -logie. Dazu semasiologisch Adj. (20. Jh.). Unter Rückgriff auf die vorgenannten Bezeichnungen übernimmt die Sprachwissenschaft (20. Jh.) den Begriff Sem n. für den kleinsten Bestandteil der Bedeutung eines Wortes, nach griech. sḗma ‘Zeichen’ (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Aussage · Bedeutung · Sinn · Sinngehalt  ●  Semantik  fachspr.
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Bedeutungslehre  ●  Semantik  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Semantik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Semantik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Semantik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daher haben die Konservativen oft ein klares Bewußtsein von »Semantik«. [Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 349]
Und mit ihm entspringt, wenn man so will, die Semantik. [Bühler, Karl: Die Krise der Psychologie, Jena: G. Fischer 1929 [1927], S. 33]
Wenn sich schon keine Syntax abzeichnete, war an eine geregelte Semantik nicht zu denken. [C't, 1994, Nr. 12]
Aus welcher Semantik geht der Gebrauch des ungebräuchlichen Wortes hervor? [Die Zeit, 07.04.2003, Nr. 14]
Der Mann ist eben ein Meister der weich gespülten Semantik. [Süddeutsche Zeitung, 15.07.2003]
Zitationshilfe
„Semantik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Semantik>.

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