Seneschall, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Seneschalls · Nominativ Plural: Seneschalle
Aussprache
WorttrennungSe-ne-schall
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch oberster Hofbeamter im fränkischen Reich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Seneschall m. ehemals ‘Inhaber eines hohen Hofamtes (mit auch militärischen Befugnissen)’ im merowingischen Frankenreich, mhd. sene-, scheneschalt, -schlant, -schas (und in weiteren Varianten), entlehnt (mit unorganischem -t) aus afrz. seneschal (frz. sénéchal), latinisiert in mlat. siniscalcus (692). Zugrunde liegt anfrk. *siniskalk, germ. *sinaskalka, eine Bildung zu germ. *sena ‘alt’. Vgl. got. sineigs ‘alt’ (Superlativ sinista), verwandt mit aind. sána-, awest. hana-, griech. hénos (ἕνος), lit. sẽnas, air. sen sowie lat. senex, senis ‘alt’, beruhend auf ie. *sen(o)- ‘alt’. Dies vielleicht im Sinne von ‘der noch da Seiende’ zur Wurzel ie. *es- ‘sein’? Zum Grundwort s. ↗Schalk, eigentlich ‘Knecht, Diener’ (ahd. scalc, mhd. schalk, wie in ↗Marschall, s. d.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Gebiete waren, so gut es eben ging, von »Seneschallen« verwaltet worden; man behielt sie bei.
Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7511
Zitationshilfe
„Seneschall“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Seneschall>, abgerufen am 17.11.2019.

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