Senf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Senf(e)s · Nominativ Plural: Senfe · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Senf‹ als Erstglied: ↗Senfbad · ↗Senfbutter · ↗Senfgurke · ↗Senfkorn · ↗Senfsaat · ↗Senfsauce · ↗Senfsoße · ↗Senfspiritus · ↗senffarben · ↗senfgelb
 ·  mit ›Senf‹ als Letztglied: ↗Schwarz-Rot-Senf
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
gelbblühender Kreuzblütler mit in Schoten enthaltenem Samen
Beispiel:
der Schwarze, Weiße Senf
2.
aus dem getrockneten und gemahlenen Samen von 1, den Senfkörnern, mit Essig und Gewürzen hergestellte Paste, Mostrich
Beispiele:
scharfer, milder, süßer Senf
ein Glas Senf
geben Sie mir bitte etwas Senf dazu!
eine Bockwurst mit Senf
übertragen
Beispiele:
salopp seinen Senf dazugeben (= seine Meinung sagen, sich ungefragt äußern)
salopp, abwertend mach keinen so langen Senf! (= hör mit dem nutzlosen, langen Geschwätz auf!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Senf m. ‘Mostrich’, ahd. senaf (9. Jh.), mhd. sen(e)f, asächs. senap, mnd. sennep, aengl. senep, got. sinap (oder sinaps) sind entlehnt aus lat. sināpi, sināpis ‘Senf’, griech. sínāpi, sínāpis (σίναπι, σίναπις), einem Fremdwort unbekannter Herkunft (ägypt. Ursprung wird bezweifelt). Die Zubereitung des Gewürzes aus den zerriebenen Samenkörnern der Senfpflanze übernehmen die Germanen von den Römern ebenso wie die Verwendung anderer Küchengewürze (s. ↗Essig, ↗Kümmel, ↗Pfeffer).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mostert · ↗Mostrich · Senf
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bockwurst Bratwurst Bulette Eigelb Essig Frikadelle Gurke Ketchup Marmelade Mayonnaise Meerrettich Pfeffer Roquefort-Käse Röstzwiebelchen Salz Tomatenmark Tube Weißwurst Wurst Würstchen Zitronensaft Zwiebel bekleckern bestreichen dazugeben hinzugeben körnig mittelscharf süß verrühren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Senf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist schon traurig, daß jeder irgendwie meint, seinen Senf dazugeben zu müssen.
Die Welt, 22.07.1999
Aber um den Druck rauszunehmen, gebe ich meinen Senf auch dazu: sie hat keine.
konkret, 1991
Sie biß und wischte sich kauend mit dem nackten Arm den Senf vom Kinn.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 203
Das kleine Mädchen lief fort und kehrte gleich darauf mit dem Senf zurück.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 885
Die Ernte des Senfes fällt gewöhnlich in die Monate Juli oder August.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 253
Zitationshilfe
„Senf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Senf>, abgerufen am 14.11.2018.

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