Sense, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sense · Nominativ Plural: Sensen
Aussprache
WorttrennungSen-se
Wortbildung mit ›Sense‹ als Erstglied: ↗Sensenblatt · ↗Sensengriff · ↗Sensenmann · ↗sensenförmig
eWDG, 1976

Bedeutungen

I.
Werkzeug mit leicht gebogenem, armlangem Messer und langem Stiel zum Mähen
Beispiele:
mit der Sense Gras, Getreide mähen, schneiden
die Sense wetzen, (mit dem Wetzstein) schärfen, schleifen, dengeln
er hat sich mit, an der Sense geschnitten, verletzt
mit der Sense über der Schulter ging er auf das Feld
II.
salopp bei jmdm. ist Sensejmd. macht Schluss, Feierabend
Beispiele:
bei mir ist Sense!
(jetzt ist) Sense!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sense · Sensenmann
Sense f. ‘scharfes, gebogenes Metallblatt an einem langen Stiel zum Gras- und Getreideschnitt’, ahd. segansa (9. Jh.), mhd. segense, segens, kontrahiert (md.) seinse, sēnse, sense, mnd. seyse, nhd. Sense steht (mit Umstellung der Suffixverbindung) neben ahd. (9. Jh.), asächs. segisna, mnl. seisene (daneben aber auch seinse, seine), nl. zeis. Zugrunde liegt das (mit Bindevokal versehene) Suffix germ. -asnō, -isnō als Weiterbildung eines alten es/os-Stammes (germ. *segasnō-, *segisnō-, *sagisnō-); vgl. lat. sacēna (aus *sacesnā) ‘Haue, Picke des Pontifex’. Dentalsuffix zeigen dagegen mnd. segede ‘Sichel’, mnl. sichte, nl. zicht ‘kleine Sense’, aengl. sīþe, engl. scythe, anord. sigðir ‘Schwert’, sigð ‘Sense, Schwert’, norw. sigd ‘Sichel’. Die genannten Formen sind verwandt mit ↗Säge (s. d.) und gehören zu der dort angeführten Verbalwurzel ie. *sē̌k- ‘schneiden’. Sensenmann m. Bezeichnung für den Tod (17. Jh.), den schon das Mittelalter als Schnitter mit der Sense in Totentanzbildern darstellt. Vgl. auch Jerem. 9, 20 f.: „Der Tod ist … in unsere Häuser gekommen. … Die Leichen sollen liegen … wie Garben hinter dem Schnitter.“

Typische Verbindungen
computergeneriert

Axt Bauer Beil Dengeln Dreschflegel Gras Hacke Harke Mistgabel Mähen Rechen Sanduhr Schnitter Schwung Schärfen Sichel Sicheln Spaten Stundenglas Wiese dengeln gedengelt mähen riesig schleifen schmieden schneiden schwingen schärfen wetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sense‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Draußen vor dem Haus mäht sein Vater Gras mit der Sense.
Bild, 08.09.2005
Er wird Gras schneiden an diesem Tag mit seiner Sense.
Der Tagesspiegel, 23.06.2000
Noch ist für uns in den Siebzigern, in den Achtzigern Sense - nicht erst um biblische hundertzwanzig Jahre herum.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 50
Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein zorngeröteter Mann, eine Sense in der Hand, vor ihnen.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 129
Mit beiden Händen umklammerte dieses schaurige Wesen eine Waffe, eine gewaltige Sense.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 54
Zitationshilfe
„Sense“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sense>, abgerufen am 23.10.2019.

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