Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Serviette, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Serviette · Nominativ Plural: Servietten
Aussprache 
Worttrennung Ser-vi-et-te
Wortbildung  mit ›Serviette‹ als Erstglied: Serviettenkloß · Serviettenring · Serviettentasche
 ·  mit ›Serviette‹ als Letztglied: Damastserviette · Kaffeeserviette
Herkunft aus gleichbedeutend serviettemfrz frz < servirafrz frz ‘bei Tisch bedienen’ (servieren)
eWDG

Bedeutung

meist quadratisches Tuch oder saugfähiges Papier, das beim Essen zum Schutz der Kleidung und zum Säubern des Mundes und der Hände dient
Beispiele:
eine weiße, bunte, leinene, papierne Serviette
die Serviette (ent)falten, zusammenlegen, zerknüllen
eine Serviette umbinden, auf, neben den Teller legen
sich [Dativ] mit der Serviette den Mund abwischen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Serviette f. ‘Mundtuch’, Übernahme (Anfang 16. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. serviette, einem zu afrz. frz. servir ‘bei Tisch bedienen’ (s. servieren, Service1) gebildeten Substantiv; im Dt. anfangs auch mit Verkleinerungssuffix (Seruetlein, Servetlein, 16. Jh.). Man bezeichnet damit das vom Servierenden dargereichte Tuch zum Säubern von Mund und Händen, dann das dem Gedeck beigelegte, auch dem Schutz der Kleidung dienende Vortuch.

Thesaurus

Synonymgruppe
Serviette  ●  Mundtuch  veraltend

Typische Verbindungen zu ›Serviette‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Serviette‹.

Ablegen ausgebreitet bedruckt benutzen binden breiten entfalten falten gefaltet gelb gestärkt greifen legen passen passend stecken stopfen umbinden weiß werfen zerknüllt zusammengefaltet zusammengelegt zusammenlegen

Verwendungsbeispiele für ›Serviette‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bevor wir zum Glas greifen, tupfen wir uns mit der Serviette den Mund ab. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 384]
Inzwischen band man sich im Zimmer die Servietten um den Hals. [Rösler, Jo Hanns: Wohin sind all die Jahre…, München: Goldmann 1984 [1964], S. 43]
Der Tisch ist mit einem, gelegentlich auch mit zwei Tüchern bedeckt; Servietten kommen vor. [Fischer, Hermann: Grundzüge der Deutschen Altertumskunde, Leipzig: Quelle & Meyer 1917 [1908], S. 54]
Leider haben sie die Serviette, die wie ein gut geformter Teller aussieht, noch nicht entworfen. [konkret, 1986]
Manchmal schmeißt auch einer die Serviette hin und geht raus. [Tucholsky, Kurt: Das Fotografie-Album. In: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925]]
Zitationshilfe
„Serviette“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Serviette>.

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