Sessel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sessels · Nominativ Plural: Sessel
Aussprache 
Worttrennung Ses-sel
Wortbildung  mit ›Sessel‹ als Erstglied: ↗Sesselbahn · ↗Sesselgarnitur · ↗Sessellehne · ↗Sessellift · ↗Sesselpuper · ↗Sesselpupser · ↗Sesselreihe · ↗Sesselrücken · ↗Sesselseilbahn
 ·  mit ›Sessel‹ als Letztglied: ↗Amtssessel · ↗Bürosessel · ↗Chefsessel · ↗Clubsessel · ↗Drehsessel · ↗Ehrensessel · ↗Fernsehsessel · ↗Gartensessel · ↗Klubsessel · ↗Lehnsessel · ↗Plüschsessel · ↗Prunksessel · ↗Rohrsessel · ↗Rokokosessel · ↗Schalensessel · ↗Schreibsessel · ↗Schreibtischsessel · ↗Schwenksessel · ↗Thronsessel
eWDG, 1976

Bedeutung

meist gepolsterter Stuhl mit Armlehnen
Beispiele:
ein bequemer, harter, niedriger, tiefer, wackliger Sessel
ein gepolsterter, hölzerner, neu bezogener Sessel
ein Sessel mit Schaumgummi, mit abgenutzter Polsterung
sich in einen Sessel setzen
er ließ sich erschöpft in den Sessel fallen, sinken
er fiel, sank in, auf den Sessel
sich aus dem, vom Sessel erheben
vom Sessel aufstehen
im Sessel sitzen, lehnen
sich behaglich in den Sessel zurücklehnen
umgangssprachlich, abwertendsich tief in einen Sessel lümmeln
auf der Kante eines Sessels sitzen
(nervös) auf dem Sessel hin- und herrücken, herumrutschen
einen Sessel zurechtrücken, näher an jmdn. heranrücken
jmdm. einen Sessel zuschieben
ein Sessel wurde gerückt
umgangssprachlich, abwertend, bildlich
Beispiel:
daß er sein Augenmerk ... auf den Sessel (= den Posten, die Stellung) des alten Bürgermeisters Doktor Oeverdieck gerichtet halte [Th. MannBuddenbrooks1,322]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sessel m. ‘Polsterstuhl mit Rücken- und Armlehne’, (besonders in älterer Sprache) ‘der sichtbarlich herausgehobene Einzelsitz’, ahd. seʒʒal (um 800), mhd. seʒʒel, mnd. mnl. sētel, nl. zetel, aengl. setl, engl. settle (‘Sitzbank’), anord. sjǫtull, got. sitls ‘Sitz’ sind Ableitungen mit dem Suffix ie. -lo- (germ. -la-, mit Bindevokal -ula-, germ. *set(i)la, *setula) zu der unter ↗sitzen (s. d.) genannten Wurzel ie. *sed- ‘sitzen’. Ähnlich gebildet sind griech. hellá (ἑλλά) ‘Sitz’, lat. sella ‘Stuhl, Sessel’, aruss. sedьlo, russ. sedló (седло) ‘Sattel’ (s. ↗Sattel1) mit einer Ausgangsbedeutung ‘Sitzgelegenheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Lehnstuhl · ↗Polstersessel · ↗Polsterstuhl  ●  Sessel  Hauptform · Bergère  geh., veraltend, franz.
Assoziationen
  • ...sitz · ...stuhl · ↗Sitz  ●  ↗Stuhl  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›Sessel‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sessel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sessel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn sie von jenen Tagen vor 60 Jahren spricht, richtet sie sich ganz gerade in ihrem Sessel auf.
Der Tagesspiegel, 17.07.2004
Du denkst ja in dem Sessel nicht dauernd ans Geld.
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2004
In der Ecke stand ein Sessel, in dem man lesen konnte, aber ich sah nirgendwo Bücher.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 259
Wo eine Couch steht, dürfen ein paar bequeme Sessel nicht fehlen.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 39
Aber vorläufig eilt das mit den Sesseln noch gar nicht.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 07.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Sessel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sessel>, abgerufen am 01.06.2020.

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