Sessel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sessels · Nominativ Plural: Sessel
Aussprache 
Worttrennung Ses-sel
eWDG

Bedeutung

meist gepolsterter Stuhl mit Armlehnen
Beispiele:
ein bequemer, harter, niedriger, tiefer, wackliger Sessel
ein gepolsterter, hölzerner, neu bezogener Sessel
ein Sessel mit Schaumgummi, mit abgenutzter Polsterung
sich in einen Sessel setzen
er ließ sich erschöpft in den Sessel fallen, sinken
er fiel, sank in, auf den Sessel
sich aus dem, vom Sessel erheben
vom Sessel aufstehen
im Sessel sitzen, lehnen
sich behaglich in den Sessel zurücklehnen
umgangssprachlich, abwertendsich tief in einen Sessel lümmeln
auf der Kante eines Sessels sitzen
(nervös) auf dem Sessel hin‑ und herrücken, herumrutschen
einen Sessel zurechtrücken, näher an jmdn. heranrücken
jmdm. einen Sessel zuschieben
ein Sessel wurde gerückt
umgangssprachlich, abwertend, bildlich
Beispiel:
daß er sein Augenmerk … auf den Sessel (= den Posten, die Stellung) des alten Bürgermeisters Doktor Oeverdieck gerichtet halte [ Th. MannBuddenbrooks1,322]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sessel m. ‘Polsterstuhl mit Rücken- und Armlehne’, (besonders in älterer Sprache) ‘der sichtbarlich herausgehobene Einzelsitz’, ahd. seʒʒal (um 800), mhd. seʒʒel, mnd. mnl. sētel, nl. zetel, aengl. setl, engl. settle (‘Sitzbank’), anord. sjǫtull, got. sitls ‘Sitz’ sind Ableitungen mit dem Suffix ie. -lo- (germ. -la-, mit Bindevokal -ula-, germ. *set(i)la, *setula) zu der unter sitzen (s. d.) genannten Wurzel ie. *sed- ‘sitzen’. Ähnlich gebildet sind griech. hellá (ἑλλά) ‘Sitz’, lat. sella ‘Stuhl, Sessel’, aruss. sedьlo, russ. sedló (седло) ‘Sattel’ (s. Sattel1) mit einer Ausgangsbedeutung ‘Sitzgelegenheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Lehnstuhl · Polstersessel · Polsterstuhl  ●  Sessel  Hauptform · Bergère  geh., veraltend, franz.

Typische Verbindungen zu ›Sessel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sessel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sessel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo eine Couch steht, dürfen ein paar bequeme Sessel nicht fehlen. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 39]
Und dann setze ich mich in den Sessel am Fenster und schau raus. [Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 15]
Vor dem überraschend eintretenden Grafen kann er sich noch rechtzeitig hinter einem Sessel verstecken. [Fath, Rolf: Werke - N. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22462]
Wer einen Platz findet, läßt sich in einen der ausgeleierten Sessel fallen. [Die Zeit, 04.03.1999, Nr. 10]
Warum eigentlich klammert Kohl sich um jeden Preis an seinen Sessel? [Der Spiegel, 21.09.1998]
Zitationshilfe
„Sessel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sessel>.

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