Sirup, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sirups · Nominativ Plural: Sirupe/Sirups · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Si-rup (computergeneriert)
Herkunft Arabisch → Latein
Wortbildung  mit ›Sirup‹ als Letztglied: ↗Ahornsirup · ↗Fenchelsirup · ↗Fruchtsirup · ↗Himbeersirup · ↗Kirschsirup · ↗Zitronensirup
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
zähflüssige, bei der Herstellung von Rohzucker anfallende, gelbbraune, süße Masse
Beispiele:
aus Zuckerrüben Sirup herstellen
Sirup aufs Brot streichen
2.
eingedickter, mit Zucker gesüßter Fruchtsaft
Beispiele:
den Sirup mit Wasser verdünnen
den Pudding mit Sirup servieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sirup m. ‘zähflüssige Zuckerlösung, mit Zucker eingedickter Fruchtsaft’, älter auch (bis ins 16. Jh.) ‘dickflüssige, süße Arznei’. Als Wort der mittelalterlichen Arzneikunde ist mhd. sirop(e), syrop(e), sirup(e) wie mnd. sirop (woraus anord. sirop), engl. syrup, afrz. frz. sirop (woraus mnl. sirope, siroop) entlehnt aus gleichbed. mlat. sirup(p)us, sirop(p)us, das seinerseits auf arab. šarāb ‘Trank’ beruht. In der arabischen Medizin wurden mit Zucker eingedickte Pflanzensäfte als Heilmittel verwendet. Seit dem 18. Jh. steht Sirup besonders für die bei der Zuckerherstellung (aus Rohrzucker oder Zuckerrüben) entstehende dickflüssige Zuckerlösung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Sirup · Zuckersaft
Unterbegriffe
  • Rübenkraut · Rübensirup · ↗Zuckerrübensirup
  • Bonbonsirup · Corn Sirup · Glukosesirup · Isoglukose · Maissirup · Maiszucker · ↗Stärkesirup  ●  Glykosesirup  veraltet · Glucosesirup  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Sirup‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sirup‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sirup‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Sirup hält sich kühl gelagert etwa ein halbes Jahr.
Der Tagesspiegel, 11.10.2003
Es gibt kein Suchen nach Sirup, kein klebriges Mischen mehr.
Bild, 17.03.1998
Nach diesem Prozeß filtriert man den heißen Sirup, ließ ihn abkühlen und füllte ihn dann ab.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 100
Der Sirup ist viel besser als die Marmelade und auch vorteilhafter.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 25.10.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Du könntest mir aber Sirup schicken, aber keine Glasflaschen nehmen.
Brief von Unbekannt an Unbekannt, Stalingrad Winter 1942/43. In: Letzte Briefe aus Stalingrad, Gütersloh: Bertelsmann 1954 [1943]
Zitationshilfe
„Sirup“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sirup>, abgerufen am 08.08.2020.

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