Skaldendichtung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSkal-den-dich-tung
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch kunstvolle, nach strengen metrischen Gesetzen abgefasste, nordgermanische, besonders an Höfen vorgetragene Dichtung des 9. bis 14. Jahrhunderts, die vor allem Preislieder auf Fürsten, bäuerliche Helden, auf Heilige oder auf historische Ereignisse umfasst
Beispiel:
charakteristisch für die Skaldendichtung ist die Umschreibung einfacher Begriffe durch bildhafte Wendungen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Skaldendichtung bietet viele Namen und Anspielungen, aber selten genauere Vorstellungen.
o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 1708
So wird die Atmosphäre der Skaldendichtung beschworen, so findet sich der Reisende plötzlich als Zeitgenosse im alten Island wieder.
Süddeutsche Zeitung, 03.09.2001
Ps 137 (super flumina babylonis) wird als erster schriftlicher Beleg angesehen; dann erscheint die Wendung wieder in der altprovenzalischen Troubadour-Lyrik und der nordischen Skaldendichtung.
Röhrich, Lutz: Träne. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 21361
Zitationshilfe
„Skaldendichtung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Skaldendichtung>, abgerufen am 17.10.2019.

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