Skepsis, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Skepsis · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungSkep-sis
HerkunftGriechisch
formal verwandt mitskeptisch
Wortbildung mit ›Skepsis‹ als Letztglied: ↗Sprachskepsis
eWDG, 1976

Bedeutung

kritische Zurückhaltung und misstrauische Vorsicht, Zweifel, Bedenken
Beispiele:
berechtigte, gesunde, unangebrachte Skepsis
er hatte die phantastisch ausgeschmückten Berichte immer mit der notwendigen Skepsis aufgenommen
eine Sache mit Skepsis beurteilen
einer Sache voller Skepsis gegenüberstehen
der Plan war so gründlich durchdacht, dass man auch bei größter Skepsis nichts daran auszusetzen fand
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Skepsis · skeptisch · Skeptiker
Skepsis f. ‘Zweifel, Bedenken, mißtrauische Vorsicht’, gelehrte Übernahme (vereinzelt 2. Hälfte 17. Jh., geläufig seit 19. Jh.) von griech. sképsis (σκέψις) ‘Betrachtung, Überlegung, Untersuchung’, zu griech. sképtesthai (σκέπτεσθαι) ‘umherschauen, sich umsehen, spähen, betrachten, erwägen, prüfen’. skeptisch Adj. ‘zweifelnd, bedenklich, mißtrauisch, kühl abwägend’ (18. Jh.), griech. skeptikós (σκεπτικός) ‘nachdenkend, überprüfend’. Skeptiker m. ‘wer zweifelt, immer mißtrauische Vorbehalte hat, Anhänger oder Vertreter des Skeptizismus’, einer griechischen Philosphenschule des 3. Jhs. v. u. Z., bzw. (seit 17. Jh.) ‘Vertreter agnostizistischer (zuerst in Frankreich und England aufgekommener) philosophischer Richtungen’; seit dem 16. Jh. in der latinisierten Form Scepticus in dt. Texten, dann (Anfang 18. Jh.) eingedeutscht Skeptiker; vgl. griech. Σκεπτικός ‘Vertreter der skeptizistischen Philosphenschule’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Argwohn · ↗Misstrauen · Skepsis · ↗Unglaube · ↗Unglauben · ↗Ungläubigkeit · ↗Zweifel
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablehnung Mißtrauen Portion Zuversicht anbringen anfänglich begegnen berechtigen berechtigt betrachten beurteilen beäugen entgegenschlagen entgegensehen geboten gesund gewiss herrschen nähren stoßen tief unverhohlen verbreitet verfliegen verhehlen vorherrschen wachsend weichen weitverbreitet überwiegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Skepsis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch bleibt bis zum Schluss eine gehörige Portion Skepsis angebracht.
Die Zeit, 06.10.2006, Nr. 41
Die anfängliche Skepsis einiger Lehrer sei verflogen, sobald sich alle kennen gelernt hätten.
Der Tagesspiegel, 08.03.2005
Die religionsgeschichtliche Forschung trat hiermit aus der relativierenden Skepsis heraus.
Ratschow, C. H.: Christentum. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 20768
Die Skepsis führt jedoch nicht zu einer müden Resignation, sondern zum Handeln.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1223
Frank litt an sich selbst, wurde von seiner Skepsis aufgerieben, er glaubte an nichts, auch an sich selbst nicht.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10211
Zitationshilfe
„Skepsis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Skepsis>, abgerufen am 16.11.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Skenographie
Skenografie
Skene
Skelettpräparat
Skelettmuskel
Skeptiker
skeptisch
Skeptizismus
Sketch
Sketsch