Skrupel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Skrupels · Nominativ Plural: Skrupel
Aussprache
WorttrennungSkru-pel
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Skrupel‹ als Erstglied: ↗skrupellos
eWDG, 1976

Bedeutung

Zweifel oder Bedenken moralischer Natur über das eigene richtige Handeln
Beispiele:
nagende, unbegründete, übertriebene Skrupel
darüber machte er sich [Dativ] keine Skrupel
künstlerische, politische Skrupel hatte er dabei nicht
voller Skrupel sein
sie quälte, plagte sich mit allerlei Skrupeln
das habe ich ohne Skrupel getan
der König habe die allzu ängstlichen legitimistischen Skrupel aufgegeben [BebelAus meinem Leben141]
ein Mensch von unglaublicher Beweglichkeit und ohne jede Scham und jeden Skrupel [MarchwitzaJugend213]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Skrupel · skrupellos
Skrupel m. ‘(moralisches) Bedenken, Zweifel’, Entlehnung (16. Jh.) von lat. scrūpulus ‘spitzes Steinchen’, übertragen ‘stechendes, ängstliches Gefühl, Besorgnis, beunruhigender Zweifel’, Deminutivum zu lat. scrūpus ‘spitzer Stein’. skrupellos Adj. ‘rücksichtslos, nur im eigenen Interesse handelnd’ (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bedenken · ↗Gewissen · Gewissensbisse · Schuldgefühle · Skrupel · Vorbehalte · ↗Zweifel · schlechtes Gewissen
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hemmung Machtmensch Moral Nachsicht Reue Scham Schuldgefühl Selbstzweifel Skrupel Trotz Zweifel anfänglich befallen ehrenwert ethisch gehaben hegen hemmen hinwegsetzen ideologisch kennen moralisch pazifistisch plagen rechtsstaatlich schwinden verfliegen zerstreuen ästhetisch überwinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Skrupel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es Ihn gibt, sollte er da keine Skrupel haben.
Die Welt, 24.07.2004
Gerade deshalb ist das Ergebnis ein bemerkenswerter Ausweis rechtlicher Skrupel.
Der Tagesspiegel, 24.04.1997
Ohne jeden Skrupel machte der sich daran, ein medizinisches Kolleg zu gründen.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 5
Wo andere den geraden Weg vor sich sähen, mache es sich den Weg krumm vor lauter Skrupeln.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 939
Mit ihm allein gab es keine Skrupel mehr für sie.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15249
Zitationshilfe
„Skrupel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Skrupel>, abgerufen am 16.12.2018.

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