Slalom, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Slaloms · Nominativ Plural: Slaloms
Aussprache
WorttrennungSla-lom
HerkunftNorwegisch
Wortbildung mit ›Slalom‹ als Erstglied: ↗Slalomfahrer  ·  mit ›Slalom‹ als Letztglied: ↗Spezialslalom · ↗Weltcup-Slalom
eWDG, 1976

Bedeutung

Sport Wettbewerb im Skisport und Kanusport, bei dem gekennzeichnete Tore auf einer kurvenreichen Rennstrecke zu durchfahren sind
Beispiel:
einen Slalom fahren, gewinnen
scherzhaft, übertragen Zickzacklauf, Zickzackfahrt
Beispiel:
er torkelte im Slalom über den Bürgersteig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Slalom m. ‘Durchfahren einer mit Stangen gekennzeichneten Bahn’ (beim Ski-, dann auch Kanu- oder Motorsport), Übernahme (Anfang 20. Jh.) des gleichbed. Kompositums norw. slalåm. Das Bestimmungswort bildet norw. slad ‘schwach geneigt’, verwandt mit (ablautend) anord. slōð ‘Spur, Weg’, norw. slod ‘Schleppweg, Spur, Reihe’, schwed. (mundartlich) slō ‘Winterweg im Wald oder auf dem Wasser’, aengl. slæd ‘sich sanft senkendes Tal’, engl. slade ‘(enges) Tal, Waldschneise’ und möglicherweise mit lit. slė͂dnas ‘nicht steil, flach, leicht abfallend’. Zum Grundwort vgl. norw. (mundartlich) lō̌m, laam, auch laan ‘Spur von etw., das gezogen oder geschleppt wird’, von dem Verwandtschaft mit (als no-Partizip zu deutendem?) norw. laan, anord. lǫn ‘Scheune, Haufen, Häuserreihe, Straße’, mnl. lāne, nl. laan ‘Seitenweg, mit Bäumen bepflanzter Weg’, aengl. lane ‘schmaler Weg’, engl. lane ‘Heckenweg, Gasse’ angenommen wird, dessen weitere Rückführung mit griech. eláān (ἐλάαν) ‘treiben, stoßen, schmieden, fahren, reiten, ziehen’, air. luid ‘ging’ auf die Wurzel ie. *el(ə)- ‘treiben, in Bewegung setzen, sich bewegen, gehen’ jedoch nicht gesichert ist. Als Ausgangsbedeutung für Slalom ergibt sich ‘Skispur mit ebenmäßiger Absenkung’.

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
Slalom · ↗Torlauf
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfahrt Abfahrtslauf Adelboden Ar Bronzemedaille Durchgang Flachau Freestyle Ganslernhang Goldmedaille Kombination Kombinationswertung Paradedisziplin Riesenslalom Riesentorlauf Saisonergebnis Spezialdisziplin Startnummer Super-G Super-Kombination Superriesenslalom WM-Generalprobe Weltcup Weltcup-Punkt Weltcup-Saison Weltcupsieg abschließend alpin cheiden ungeliebt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Slalom‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber diesen Erwartungen konnte sie im Slalom dann nicht gerecht werden.
Der Tagesspiegel, 11.02.2003
Wenn der gerade Weg nicht geht, muss man eben Slalom fahren.
Die Welt, 20.09.2000
Wenn ich ein Mann wäre, würde ich nicht im Slalom durch die Öffentlichkeit jonglieren.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 314
So soll beim Slalom mindestens ein Viertel über Hänge mit einer Neigung von mehr als 30 Grad führen.
o. A. [jr., M.-M.]: Slalom. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1976]
Vor dem Restaurant auf der Strandstraße rasten zwei junge Männer mit ihren Motorrädern im Slalom um die Wasserlachen.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 203
Zitationshilfe
„Slalom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Slalom>, abgerufen am 20.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Slacks
Slackline
Slacker
Slack
skythisch
Slalomfahrer
Slalomhang
Slalomlauf
Slalomläufer
Slalompiste