Socke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Socke · Nominativ Plural: Socken
Aussprache
WorttrennungSo-cke
Wortbildung mit ›Socke‹ als Erstglied: ↗Sockenhalter · ↗Sockenpuppe · ↗Söckchen
 ·  mit ›Socke‹ als Letztglied: ↗Baumwollsocke · ↗Dederonsocke · ↗Frotteesocke · ↗Kurzsocke · ↗Ringelsocke · ↗Schisocke · ↗Silastiksocke · ↗Skisocke
eWDG, 1976

Bedeutung

Strumpf, der etwa bis zur Hälfte des Unterschenkels reicht oder nicht weit oberhalb des Knöchels endet, besonders für Männer
siehe auch Söckchen
Beispiele:
ein Paar Socken
warme, gestrickte, dicke, (baum)wollene, saubere, frische Socken
schwarze Socken anziehen, tragen
Socken stricken, stopfen, waschen
sie zog in die Skischuhe ein Paar dicke Socken
Die Farbe der Socke sollte in jedem Fall dunkler sein als der Anzugstoff [Sibylle1964]
übertragen
Beispiel:
salopp sich auf die Socken machen (= aufbrechen, weggehen)
von den Socken seinsehr überrascht, sprachlos sein
Beispiele:
jetzt bin ich aber von den Socken!
wenn du das hörst, (da) bist du von den Socken!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Socke f. (südd. auch m.) umgangssprachlich Socken m. (mit auslautendem -n aus den obliquen Kasus), ‘kurzer Strumpf’. Ahd. soc (9. Jh.), socko (Hs. 13. Jh.), mhd. soc, mnd. sok, asächs. sokk, mnl. soc, nl. sok, aengl. socc, engl. sock sind entlehnt aus lat. soccus ‘niedriger, leichter (griechischer) Schuh’ (eine Art Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von den Schauspielern in der Komödie getragen wird), nach griech. *sokchos (*σοκχος), einer Nebenform von griech. sykchís (συκχίς), einem wohl oriental. Lehnwort. Anfangs wird im Dt. übereinstimmend mit dem Lat. das maskuline Genus bewahrt; aus dem Plural (ahd. socka, mhd. socke) entwickelt sich jedoch bereits im Frühnhd. (16. Jh.) die feminine Form Socke (Plur. Socken). Die Wendung sich auf die Socken machen ‘davongehen, fortlaufen’ (18. Jh.) stammt aus der Studentensprache; vgl. jmdm. auf den Socken sein ‘ihm auf den Fersen sein, folgen’, auf den Socken nachgehen ‘unmittelbar folgen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kniestrumpf · Socke · ↗Strumpf
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Halbschuh Handschuh Hemd Hose Krawatte Oberhemd Pulli Pullover Sandale Schuh Shorts Slipper Strumpf Strumpfhose T-Shirt Turnschuh Unterhose Unterwäsche anhaben gestrickt nass qualmend rot rutschend selbstgestrickt stopfen stricken verschiedenfarbig weiß wollen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Socke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf einem präsentiert sich der Sänger nur mit einer Socke bekleidet.
Die Zeit, 08.03.2011 (online)
Dann passiert das mit der roten Socke allerdings sowieso nicht!
Der Tagesspiegel, 27.09.2003
Sie bittet mich, mit liebenswürdig herrscherlichem Lächeln, die Socke zurückzuholen.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 299
Jägersprachlich heißt aber auch der unterste Teil der Hasenpfote Socke.
Röhrich, Lutz: Socken. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 24713
Eine Socke wehrt sich schwach, rollt sich unter der Türkante.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 222
Zitationshilfe
„Socke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Socke>, abgerufen am 17.09.2019.

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