Sockel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sockels · Nominativ Plural: Sockel
Aussprache
WorttrennungSo-ckel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Sockel‹ als Erstglied: ↗Sockelgeschoss  ·  mit ›Sockel‹ als Letztglied: ↗Denkmalsockel · ↗Denkmalssockel · ↗Festlandsockel · ↗Festlandssockel · ↗Haussockel · ↗Kontinentalsockel · ↗Lampensockel · ↗Marmorsockel · ↗Mauersockel · ↗Ofensockel · ↗Röhrensockel · ↗Steinsockel · ↗Zementsockel · ↗Ölsockel
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
meist ungegliederter Block, auf dem etw., besonders eine Statue, Säule, ruht, Postament
Beispiele:
die Statue steht auf einem steinernen Sockel
der Sockel des Denkmals trägt eine Inschrift
Auf schlanken Sockeln ... standen Bronzen, Terrakotten und silberne Statuetten [H. MannSchlaraffenland1,69]
[der Nachteil] daß die Waschmaschine ständig auf ... feuchtem Betonfußboden steht, was im Laufe der Jahre zu Rostschäden am Sockel des Gerätes führen kann [Kultur im Heim1968]
unterer (etwas vorspringender) Teil eines Gebäudes, einer Mauer
Beispiel:
der Sockel des Hauses war aus Sandstein
2.
Geografie Festlandsockel
3.
unterer, farblich abgesetzter Teil der Wand eines Raumes, besonders einer Küche
4.
Elektrotechnik Teil einer Glühlampe, Elektronenröhre, mit dem diese in die Fassung eingesetzt wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sockel m. ‘Fundament, Unterbau’ (eines Gebäudes, eines Denkmals, einer Säule), im 18. Jh. als Fachwort des Bauwesens entlehnt aus gleichbed. frz. socle m. (17. Jh.), das aus ital. zoccolo (eigentlich ‘Holzschuh, -pantoffel’, wovon frühnhd. Zochel, Zockel in diesem Sinne im Obd. des 15. Jhs.) stammt. Zugrunde liegt lat. socculus ‘leichter Schuh, Sandale’, Deminutivum zu lat. soccus (s. ↗Socke).

Thesaurus

Synonymgruppe
Basis · ↗Fundament · Sockel
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Sockel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Büste Denkmal Freiheitsstatue Gesims Granit Inschrift Mainboard Monument Obelisk Pin Reiterstandbild Relief Siegessäule Standbild Statue Säule eingravieren gemauert herabsteigen herunterholen hieven leer marmorn quadratisch ruhen steinern stoßen stürzen thronen zweigeschossig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sockel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sockel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die anderen wollen ihn vom Sockel stürzen, er ist souverän.
Der Tagesspiegel, 01.10.2000
Der Sockel ist meist mit einem schmalen Streifen Schrift beklebt - der Inhalt oft ein scherzhafter Titel.
o. A.: Lexikon der Kunst - Z. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 35072
Wohin würde es besser passen als ganzganz oben auf den Sockel?
Süddeutsche Zeitung, 24.01.1994
Vor einem Jahr hatten sie noch am ersten Sockel gebaut.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 415
Schwerfällig ließ er sich auf dem Sockel des Kreuzes nieder.
Viebig, Clara: Das Weiberdorf, Briedel u. Mosel: Houben 1996 [1900], S. 103
Zitationshilfe
„Sockel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sockel>, abgerufen am 29.01.2020.

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