Sode, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sode · Nominativ Plural: Soden
Aussprache
WorttrennungSo-de (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Sode‹ als Letztglied: ↗Torfsode
eWDG, 1976

Bedeutung

norddeutsch abgestochenes Stück Rasen, Torf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sode f. ‘abgestochenes Rasen- oder Torfstück’, im 17. Jh. in die Literatursprache aus dem Nd. aufgenommen. Etymologie ungewiß. Mnd. mnl. sōde ‘Rasenstück’ (aus dem Mnd. oder Mnl. entlehnt engl. sod), nl. zode, afries. sātha, sāda. Falls von einer Grundbedeutung ‘zur Feuerung beim Kochen verwendetes Stück Torf’ ausgegangen werden kann, ist Anschluß an ↗sieden (s. d.) und die dort genannte Wurzel möglich. Vielleicht aber ist das Wort besser zu verbinden mit ahd. sou (9. Jh.), aengl. sēaw ‘Saft’, isl. söggur ‘feucht’ sowie den unter ↗saufen, ↗saugen und ↗suhlen (s. d.) genannten Formen und an eine Dentalerweiterung der dort angeführten lautmalenden Wurzel ie. *seu-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ anzuschließen, so daß Sode als ‘etw. Feuchtes’ aufzufassen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rasenstück  ●  Sode  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und Sode für Sode legten russische Frauen die 26 Hektar große Spielfläche an.
Die Zeit, 23.08.1991, Nr. 35
Ein 55 x 40 Millimeter großes Stück Sode kostet 20 Euro.
Bild, 24.08.2002
Zitationshilfe
„Sode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sode>, abgerufen am 23.10.2019.

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