Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Software, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Software · Nominativ Plural: Softwares · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [ˈsɔftvɛːɐ̯]
Worttrennung Soft-ware
Herkunft aus gleichbedeutend softwareamerik-engl
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Informations- und Telekommunikationstechnik Gesamtheit, Menge von Programmen (5), die auf einem Computer‍(system) oder einem anderen Gerät mit elektronischer Datenverarbeitung installiert und ausgeführt werden können (einschließlich zugehöriger Daten)
Grammatik: Plural ungebräuchlich
in gegensätzlicher Bedeutung zu Hardware (1)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: kostenlose, proprietäre, freie, kommerzielle, quelloffene, mitgelieferte, vorinstallierte Software; passende, leistungsfähige Software
als Akkusativobjekt: Software installieren, aufspielen, kopieren, aktualisieren, deinstallieren
in Präpositionalgruppe/-objekt: [einen Rechner] mit einer Software ausrüsten
mit Genitivattribut: die Software des Rechners, Computers, Handys
in Koordination: Hardware und Software
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Software auf einem Rechner, PC, Server, auf CD-ROM, Festplatte
Beispiele:
Was dem Rechner das Betriebssystem, ist der Grafikkarte der Treibersatz – erst die Software macht die Hardware nutzbar. [Der Spiegel, 03.08.2010 (online)]
Software heißen die Programme und Daten, die im Computer gespeichert sind […]. Hardware nennt man alle Bestandteile eines Computers, die man anfassen kann[…]. [Der Tagesspiegel, 27.04.2001]
Bei den Bremsenproblemen geht es um die Software für das ABS [Antiblockiersystem] der neuesten Modellserie. [Der Spiegel, 09.02.2010 (online)]
Ziel sei es, künftig beliebige Software auf dem Touchscreen‑Handy laufen zu lassen. [Der Standard, 28.12.2008]
Software ist alles, was zur Arbeit einer Datenverarbeitungsanlage gehört und nicht technisch vergegenständlicht ist. Das sind zum Beispiel Programme zur Steuerung und Überwachung der Arbeiten […]. [Berliner Zeitung, 06.12.1967]
übertragenWir wissen […] heute, dass Hardware und Software, Gehirn und psychologische Prozesse, in Wechselwirkung stehen. […] [Die Welt, 21.07.2008]
2.
Informations- und Telekommunikationstechnik einzelnes Programm oder Betriebssystem zur Nutzung auf einem Computer oder einem anderen Gerät mit elektronischer Datenverarbeitung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: spezielle, intelligente Software
als Akkusativobjekt: Software entwickeln, programmieren, herunterladen, installieren, einsetzen, nutzen, deinstallieren
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Raubkopie von einer Software; Fehler, eine Sicherheitslücke in der Software
mit Prädikativ: eine Software ist fehlerfrei, kompatibel
als Aktivsubjekt: die Software berechnet, steuert etw., erkennt etw. [in den Daten], zeigt etw. an; die Software funktioniert, läuft [auf einem bestimmten Rechner], stürzt ab
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Software zur Auswertung, Steuerung, Überwachung von etw., zur Gesichtserkennung, Bildbearbeitung, Texterkennung; Software für ein [bestimmtes] Betriebssystem, für Großrechner, Netzwerkrechner, Smartphones, Spielkonsolen; Software für Finanzdienstleister, für den Mittelstand, für Steuererklärungen
als Genitivattribut: die [bestimmte] Version, Lizenz, das Update, der Quellcode, Funktionsumfang einer Software; der Programmierer, Nutzer, Anwender, der Einsatz, die Bedienung der Software
Beispiele:
Es gibt Software zum sicheren Verschlüsseln von E‑Mails, Chats, Kurznachrichten und Telefongesprächen. [Die Zeit, 11.04.2014 (online)]
Generell empfiehlt CERT.at [eine Expertengruppe für Computersicherheit], jede Software – egal ob Betriebssystem oder andere Anwendungen – immer auf dem aktuellen Stand zu halten. [Der Standard, 19.09.2013]
Sich selbst mithilfe spezieller Software zu beobachten und zu analysieren ist im Sport und im Gesundheitsbereich schon fast alltäglich: Jogger überwachen mit dem Smartphone Laufzeit, Puls und Herzfrequenz; wer abnehmen will, konsultiert eine App[…]. [Die Zeit, 14.05.2014]
Die Software läuft unter [dem Betriebssystem] Windows 2000/XP. [Der Standard, 30.09.2005]
1979 brachte Rubenstein die Software unter dem Namen »Wordstar« […] auf den Markt. Mit über einer Million Verkäufe […] wurde es mit Abstand das weltweit erfolgreichste Textprogramm. [Der Spiegel, 09.03.1987]
Das [Betriebs-]System [UNIX][…] ist multitasking‑fähig, das heißt, es können mehrere Softwares gleichzeitig arbeiten, so daß man beispielsweise parallel eine Diskette formatieren und einen Brief schreiben kann[…]. [Süddeutsche Zeitung, 23.03.1993] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

soft · Softdrink · Software
soft Adj. ‘weich, sanft, gefühlvoll’, in der Musik softer (‘weich zu spielender’) Jazz, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. engl. soft (s. sanft). Softdrink m. Getränk ohne oder mit geringem Alkoholgehalt (20. Jh.), amerik.-engl. soft drink; engl. drink ‘alkoholischer (gemixter) Trank’, eigentlich ‘Getränk’. Software f. Programme in der Computertechnik, geprägt im Amerik.-Engl. (Tukey 1958) als Gegenwort zu hardware, der Bezeichnung für das Gerät und seine Bestandteile.

Thesaurus

Computer
Synonymgruppe
Anwendung · Applikation · Computerprogramm · Programm · Softwareanwendung · Softwaresystem  ●  Anwendungssoftware  Sammelbegriff · App  Kurzform, engl. · Software  Sammelbegriff
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Software‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Software‹.

Zitationshilfe
„Software“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Software>.

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