Sohn, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sohn(e)s · Nominativ Plural: Söhne
Aussprache
Wortbildung mit ›Sohn‹ als Erstglied: ↗Sohnemann · ↗Sohnematz · ↗Sohnesliebe · ↗Sohnespflicht · ↗Sohnsfrau · ↗Söhnchen · ↗Söhnlein
 ·  mit ›Sohn‹ als Letztglied: ↗Adoptivsohn · ↗Arbeitersohn · ↗Bauernsohn · ↗Bürgersohn · ↗Bürgerssohn · ↗Enkelsohn · ↗Erdensohn · ↗Goldsohn · ↗Gottessohn · ↗Hundesohn · ↗Hurensohn · ↗Königssohn · ↗Lieblingssohn · ↗Menschensohn · ↗Musensohn · ↗Pflegesohn · ↗Schwestersohn · ↗Schwiegersohn · ↗Stiefsohn · ↗Wüstensohn · ↗Ziehsohn · ↗Zwillingssohn
 ·  formal verwandt mit: ↗Herrensöhnchen
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
oft mit Poss.pron.
Verwandtschaftsbezeichnung   jede männliche Person in ihrer Beziehung zu Vater und Mutter, unmittelbarer männlicher Nachkomme
Beispiele:
mein, sein, ihr Sohn
Vater und Sohn
Mutter und Sohn
er hat zwei Söhne und eine Tochter
meine beiden Söhne werden auch da bsein
mein ältester, jüngster, einziger Sohn
gehoben wie geht es Ihrem Herrn Sohn?
sie haben einen Sohn, ein Söhnchen bekommen
die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an ...
er ist mir ein guter, liebevoller Sohn
einen hoffnungsvollen, erwachsenen Sohn haben
ein ungeratener Sohn
er ist ganz der Sohn seines Vaters, seiner Mutter (= ist ihm, ihr sehr ähnlich)
die Söhne (= die unmittelbar folgende männliche Generation) sollen in einer friedlicheren Welt leben als ihre Väter
Religion Gottes Sohn (= Christus)
biblisch der eingeborene Sohn Gottes
Die Direktion der Firma E. E. Keller & Sohn veröffentlicht ... eine Erklärung [F. WolfGrenze5,315]
2.
mit folgendem Gen.; meist mit bestimmten Adj.
gehoben, übertragen Vertreter, Angehöriger
Beispiele:
er war ein treuer Sohn der Kirche
H ist der größte Sohn unserer Stadt
der Sohn der Berge (= Bergbewohner)
ein Sohn der Musen (= Dichter)
Viele der besten Söhne der deutschen Arbeiterklasse wurden bestialisch ermordet [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung10,37]
daß dieses neue Frankreich alle ruft, aber uns, seine treuesten Söhne, schließt es aus [Feuchtw.Narrenweisheit358]
Religion Ich bin ein gläubiger Sohn der Kirche [BrechtGalilei7]
Tschaganak Bersijew, der Nomade / Sohn der freien Wüsteneien im Land Kasakstan [BrechtHirse1]
3.
vertraulich mein SohnAnrede älterer Personen für jüngere Männer, Jungen
Beispiel:
nun, mein Sohn, was willst du?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sohn m. ‘männliches Kind in seinem Verhältnis zu Vater und Mutter’. Der u-Stamm ahd. (8. Jh.), asächs. aengl. sunu, anord. sonr, sunr, got. sunus (germ. *sunu-) und (zu den i-Stämmen übergegangenes) ahd. sun (8. Jh.) sowie mhd. sun, suon, (md.) son, sūn, mnd. sȫne, mnl. sōne, zuene, nl. zoon, afries. sunu, sune, engl. son, schwed. son sind wie aind. sūnúḥ ‘Sohn’, lit. sūnùs, aslaw. synъ, russ. syn (сын) mit n-Formans zur Wurzel ie. *seu-, *sū̌- ‘gebären, erzeugen’ gebildet, wozu auch griech. hyiýs (υἱύς), jünger hyiós (υἱός) ‘Sohn’, aind. sū́tē ‘gebiert’, sū́- ‘Erzeuger(in)’, air. suth ‘Geburt, Frucht’ gehören. Im Nhd. setzt sich vor Nasal o durch (s. ↗Sonne, ↗Wonne). Obwohl die übereinstimmende bzw. ähnliche Bildung der hier behandelten germ. Formen von Sohn und ihrer ie. Entsprechungen für ein beträchtliches Alter der genannten Wörter sprechen, fällt auf, daß sie in ihrer Bildungsweise (und etymologischen Durchsichtigkeit) ganz aus der Reihe der Verwandtschaftsnamen ↗Vater, ↗Mutter, ↗Tochter, ↗Bruder (s. d.) herausfallen, möglicherweise also ein noch älteres verlorengegangenes Wort ersetzen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(...) junior · ↗(mein) Junge · ↗Junior  ●  Sohn  Hauptform · ↗Filius  geh., lat. · ↗Sohnemann  ugs. · ↗Stammhalter  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruder Ehe Ehefrau Einwanderer Elter Enkel Frau Geburt Mutter Nachfolger Tochter Tod Vater alt aufwachsen beid berühmt dreijährig einzig erwachsen fünfjährig geboren gebären jung klein tot unehelich verloren vierjährig zweijährig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sohn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Fertigkeit musste er sich nach dem Tod seines Sohnes neu erarbeiten.
Die Zeit, 30.12.2013, Nr. 52
Und so gaben die Mütter an die Töchter die Pflichten und die Väter an die Söhne die Rechte weiter.
konkret, 1984
Einen Sohn gebar die flüchtende Frau, Noch von dem Toten empfangen.
Blunck, Hans Friedrich: Sage vom Reich I, Hamburg: Hanseatische Verlagsanstalt 1941/42, S. 69
Zärtlich war der Vater zu dem Sohn jetzt nicht mehr.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 709
Er vermochte aber nicht mehr in seines Sohnes Augen zu blicken.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 173
Zitationshilfe
„Sohn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sohn>, abgerufen am 18.04.2019.

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