Soldat, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Soldaten · Nominativ Plural: Soldaten
Aussprache  [zɔlˈdaːt]
Worttrennung Sol-dat
Herkunft aus gleichbedeutend soldatoital < historisch soldareital (heute assoldareital) ‘in Sold nehmen’ < soldoital ‘Münze, Lohn, Sold’ (Sold)
eWDG

Bedeutungen

1.
Angehöriger der militärischen Streitkräfte eines Landes
Beispiele:
ein guter, schlechter, tapferer Soldat
er war drei Jahre Soldat
Soldat sein, werden
übertragen
Beispiel:
Wir müssen nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die Arbeiter zu Soldaten der Revolution erziehen [ Thälm.Reden1,81]
2.
erster, niederster Dienstgrad bei den Landstreitkräften und Luftstreitkräften, der Luftverteidigung und den Grenztruppen
Beispiel:
ein einfacher Soldat
3.
Zoologie durch seinen besonderen Wuchs zur Verteidigung des Baus bestimmtes Exemplar staatenbildender Insekten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Soldat · soldatisch · Soldateska
Soldat m. ‘Angehöriger der Armee, der Streitkräfte’, zuvor ‘(in Sold stehender) Krieger, Kriegs-, Gefolgsmann’, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus gleichbed. ital. soldato, dem substantivierten Part. Perf. von ital. (älter) soldare ‘in Sold nehmen’, abgeleitet von ital. soldo ‘Münze, Lohn, Sold’, aus lat. solidus (s. Sold), also eigentlich ‘der Besoldete’. soldatisch Adj. (17. Jh.). Soldateska f. ‘Kriegsvolk, Soldaten’ (Anfang 17. Jh.), dann bald abschätzig ‘(zügelloser, plündernder, rücksichtsloser) Soldatenhaufen’ (17. Jh.), ital. soldatesca ‘Truppe von Soldaten’ (substantiviertes Fem. des Adjektivs ital. soldatesco ‘soldatisch’), im Plur. soldatesche ‘Kriegsvolk’ meist tadelnd.

Thesaurus

Militär
Synonymgruppe
Krieger · Kämpfer · Soldat · Streiter  ●  Kämpe (veraltet oder ironisch)  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Militär
Synonymgruppe
Soldat [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]

Typische Verbindungen zu ›Soldat‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Soldat‹.

Verwendungsbeispiele für ›Soldat‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tatsächlich befindet sich der Soldat auch in einem realen Kampf. [Schulz, Johannes: Erziehung zum Untertan. In: Haug, Hans-Jürgen u. Maessen, Hubert (Hgg.) Kriegsdienstverweigerer - Gegen die Militarisierung der Gesellschaft, Frankfurt a. M.: Fischer 1971, S. 29]
Der Soldat nimmt die ganze Gruppe mit auf seine Stube. [Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 208]
Die Soldaten fallen auf dem Felde der Ehre, sie fallen – in Gräber! [Dohm, Hedwig: Der Mißbrauch des Todes. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3397]
Es war furchtbar schwer, Frieden zu machen, aber furchtbar leicht, Soldaten zu finden. [Mann, Golo: Das Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1681]
Sie wollten einen Film drehen über einen Soldaten, der auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Zitationshilfe
„Soldat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Soldat>.

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