Sore, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung So-re (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sore f. ‘Ware, Diebesgut, Beute’, aus der Gaunersprache (18. Jh.), rotw. Schuricht, Sore, Skore, Schure (17. Jh.), aus jidd. sechoro, hebr. seḥōrạ̈ ‘Ware’. Vgl. Wolf Rotw. 311.

Thesaurus

Synonymgruppe
Diebesbeute · ↗Diebesgut · ↗Fang · ↗Hehlerware · ↗Raubgut · heiße Ware · vom Lastwagen gefallen  ●  Schore  Rotwelsch, Jargon · Sore  Rotwelsch, Jargon · vom LKW gefallen  ugs. · vom Laster gefallen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Sore‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne sie gäbe es „keine Aufträge, Tips und keine Erlöse für die Sore.
Die Zeit, 12.04.1985, Nr. 16
Wenn aber die großen Spender ihre auf unreelle Art erworbene Sore bei Kohl abgeladen haben?
Süddeutsche Zeitung, 27.01.2000
Vor vierundzwanzig Stunden erst hatte der Kerl diese Brüder vom Geheimdienst herbeigerufen, und die ganze schöne Sore war abgeholt worden.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 241
Das klingt sehr nach Solidarität unter Langfingern, Schmierestehern und Hehlern, die nach entdecktem Bruch nichts mehr von der Sore wissen wollen.
Der Spiegel, 21.05.1984
Dabei wird die Sore zu einem Bruchteil ihres Werts in Zahlung genommen und im Gegenzug die Ware - Rauschgift, Waffen, Frauen, Zigaretten - geliefert.
Der Tagesspiegel, 16.05.2002
Zitationshilfe
„Sore“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sore>, abgerufen am 10.05.2021.

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