Soubrette, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Soubrette · Nominativ Plural: Soubretten
Aussprache 
Worttrennung Sou-bret-te · Soub-ret-te
Herkunft Französisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Sängerin mit einer Sopranstimme, die in Opern oder Operetten heitere Rollen spielt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Soubrette f. komisches Rollenfach, ‘Kammermädchen, -zofe’ (im Sprechtheater), ‘Sopranistin in heiteren Mädchenrollen’ (in Singspiel und Operette), Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. frz. soubrette (hier zunächst die ‘schlaue, die Situation überschauende Dienerin’), aus prov. soubreto, Fem. von soubret Adj. ‘geziert’ (eigentlich ‘wer darüber steht’), zu soubra ‘zuviel, darüber sein’, aus aprov. sobrar, lat. superāre ‘hervorragen, die Oberhand haben’; vgl. lat. super ‘oben, darüber’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dienstmädchen · ↗Hausangestellte · ↗Hausdame · ↗Haushälterin · ↗Hausmädchen · ↗Haustochter · Hauswirtschaftshelferin (Ausbildungsberuf) · Hilfskraft im Haushalt · Soubrette (Rollenfach bei Theater und Operette) · ↗Stubenmädchen  ●  ↗Haushaltshilfe  Hauptform · ↗Kammerzofe  veraltet · ↗Minna  veraltet · ↗Zofe  veraltet · ↗Zugehfrau  veraltet · ↗Perle (halb-scherzhaft)  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Soubrette‹

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Verwendungsbeispiele für ›Soubrette‹

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Selbst die aus Köln zugereisten "Fetten koketten Soubretten", einer von 70 vertretenen Chören, spotteten durch grazile Formen ihrem putzigen Marketing.
Die Welt, 25.05.2001
Gern wählt sie die Pose der großen Sängerin statt die der melancholischen Soubrette.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1997
Unter fünfzig Mädels, die auf der Straße das Täschchen schwenkten, waren zwanzig Soubretten.
Ball, Hugo: Flammetti. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 4898
Jetzt freilich als die berühmte erste Soubrette der Neuen Welt machte sie andere Honoraransprüche als ein Glas Grog.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1426
Hier waren der B. und die Soubrette (Kammerzofe) die tragenden Rollen.
Gudewill, Kurt: Sopran. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 7944
Zitationshilfe
„Soubrette“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Soubrette>, abgerufen am 06.08.2020.

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