Souverän, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Souveräns · Nominativ Plural: Souveräne
Aussprache 
Worttrennung Sou-ve-rän
Grundformsouverän
Herkunft souverän
eWDG

Bedeutung

unumschränkter, meist selbstherrlicher Herrscher
Beispiele:
er war der Souverän des Landes
Er … der unumschränkte Souverän, befugt, über Leben und Tod zu gebieten [ CramerKonzessionen75]
er, Napoleon, überträgt den Vorsitz dieser Föderation … dem Papst in Rom, dem Souverän des Kirchenstaates [ WerfelBernadette440]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

souverän · Souverän · Souveränität
souverän Adj. ‘staatliche Hoheitsrechte ausübend, uneingeschränkt herrschend, unabhängig, überlegen, darüberstehend’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. souverain, eigentlich (afrz. mfrz.) ‘oberst, höchst, vortrefflich’, aus vlat. *superanus ‘oben befindlich’ (spät bezeugtes mlat. superanus dürfte aus afrz. soverain latinisiert sein), zu lat. super ‘oben, darüber’ (s. super-). Die bereits im Afrz. übliche Verwendung des Adjektivs in den Bereichen der sozialen Rangordnung führt zu substantivischem Gebrauch im Sinne von ‘Vorgesetzter, Landesherr, (höchster, unumschränkter) Herrscher’, entsprechend im Dt. Souverän m. (17. Jh.). Souveränität f. ‘unumschränkte Herrschaft, höchste staatliche Herrschaftsgewalt, (staatliche) Überlegenheit’ (17. Jh.), frz. souveraineté (afrz. soveraineté ‘Höhe, Gipfel, Oberherrschaft’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gebieter · Herr · Herrscher · Machthaber · Monarch · Potentat · Regent · Souverän
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Souverän‹ (berechnet)

Entscheid Ja Nein Papst Parlament Verdikt Volk Wille Willen Zustimmung ablehnen abstimmen baselbieter baselstädtisch bewilligen erteilen gesamtdeutsch gutgeheissen gutheissen gutheisst hiess obwaldner opfiker schaffhauser schwyzer stadtzürcher unterbreiten verwerfen zustimmen äussern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Souverän‹.

Verwendungsbeispiele für ›Souverän‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der wahre Souverän, so wird uns bedeutet, ist das Volk. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 77]
Wofür was verwendet wird, bestimmt der Souverän, nämlich das Parlament. [o. A. [Th.]: Zweckbindung von Steuern. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1991]]
Dabei hat er, vor allem der Souverän, hier viel zu verlieren. [Die Zeit, 17.02.2000, Nr. 8]
Allerdings endete das Zusammentreffen des künftigen Souveräns mit seinen Untertanen reichlich kühl. [Die Zeit, 03.09.1998, Nr. 37]
Von Beginn an sprang er mit dem "obersten Souverän" des Landes ziemlich ruppig um. [Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15]
Zitationshilfe
„Souverän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Souver%C3%A4n>.

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