Soziologie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Soziologie · Nominativ Plural: Soziologien · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSo-zio-lo-gie
HerkunftLatein + Griechisch
Wortzerlegungsozio--logie
eWDG, 1976

Bedeutung

Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der verschiedenen Seiten und Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens befasst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Soziologie · Soziologe · soziologisch
Soziologie f. ‘Wissenschaft zur Erforschung des Zusammenlebens in der Gesellschaft oder Gemeinschaft’, Übernahme (2. Hälfte 19. Jh.) von gleichbed. frz. sociologie, einer 1830 von A. Comte geprägten Zusammensetzung (s. ↗-logie) mit dem in lat. socius, sociālis (s. ↗sozial) enthaltenen Wortstamm. Soziologe m. soziologisch Adj. (beide 2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
  • Gesellschaftswissenschaft · ↗Sozialwissenschaft
  • Ja-Sager-Tendenz · Zustimmungstendenz  ●  Akquieszenz  fachspr.
  • (ein) (hohes) Ansehen genießen · ↗anerkannt · geachtet werden · geschätzt werden · ↗namhaft · ↗profiliert · ↗renommiert  ●  (einen) guten Leumund haben  variabel · (einen) guten Namen haben  variabel · (einen) guten Ruf genießen  variabel · (einen) guten Ruf haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verlieren haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verteidigen haben  variabel · (gut) angesehen sein  variabel · (sein) Name hat (in bestimmten Kreisen) einen guten Klang  variabel · in einem guten Ruf stehen  variabel · (sich) eines guten Ruf(e)s erfreuen  geh. · bestbeleumdet  geh. · gut beleumdet  geh., variabel · gut beleumundet (sein)  geh., variabel
  • Karriere machen · ↗aufrücken · ↗aufsteigen · befördert werden · ↗emporkommen · ↗emporsteigen · es zu etwas bringen · höher steigen · ↗vorwärtskommen · zu etwas werden  ●  ↗(sich) verbessern  ugs., fig. · ↗arrivieren  geh. · ↗avancieren  geh., franz.
  • Arrivierter · ↗Aufsteiger · ↗Emporkömmling · Neureicher  ●  ↗Homo novus  geh., lat. · Parvenu  geh. · ↗Parvenü  geh.
  • Fremder · ↗Fremdling · Unbekannter · Wesen (wie) von einem anderen Stern

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anthropologie Biologie Erziehungswissenschaft Ethnologie Germanistik Jus Lehrstuhl Linguistik Literaturwissenschaft Nationalökonomie Ordinarius Philosophie Politikwissenschaft Politologie Professor Professorin Psychoanalyse Psychologie Pädagogik Rechtswissenschaft Sozialforschung Sozialpsychologie Wirtschaftswissenschaft Wörterbuch empirisch lehren marxistisch-leninistisch studieren verstehend Ökonomie

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Soziologie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Soziologie erscheint als die verspätete Disziplin der verspäteten Nation.
Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 240
Die Soziologie übt sich erst Technik einmal im genaueren Hinschauen.
Der Tagesspiegel, 03.10.2000
Wahrscheinlich handelte es sich um eine Art der "Soziologie des Wissens".
Die Zeit, 01.05.1995, Nr. 18
Das Programm einer "geisteswissenschaftlichen" Soziologie kommt meist auf dasselbe hinaus.
Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 39
Dies tut aber die Soziologie als Wissen vom politischen Felde.
Mannheim, Karl: Ideologie und Utopie, Frankfurt a.M: Klostermann 1985 [1929], S. 141
Zitationshilfe
„Soziologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Soziologie>, abgerufen am 17.08.2019.

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