Spaßkultur, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Spaßkultur · Nominativ Plural: Spaßkulturen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache [ˈʃpaːskʊlˌtuːɐ̯]
Worttrennung Spaß-kul-tur
Wortzerlegung Spaß Kultur
Wahrig und DWDS

Bedeutung

abwertend lauter, von den spaßigen und unterhaltsamen Darbietungen der Massenmedien geprägter Lebensstil (als Ausdruck des Lebensgefühls von Teilen der Gesellschaft)
Beispiele:
Erst seit den 60er‑Jahren, als das Publikum gemischter wurde, entwickelte sich nach und nach die Fankultur von heute, die vor allem eine durchkommerzialisierte Spaßkultur ist. [Welt am Sonntag, 26.06.2016]
Eine Kirche ist kein Ort für die Spaßkultur, die alle Bedeutung aufhebt und alles auf »Spaß« reduziert. [Feuerbringer-Magazin, 21.12.2015, aufgerufen am 14.02.2017]
Mit einemmal wurde schmerzlich klar, wie viel selbstverständliche Alltagskultur wir inzwischen verloren haben und noch weiter einbüßen werden, unterwegs zur globalen Event‑ und Spaßkultur. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2003]
Einen genaueren Einblick in die Ursprünge der Freizeit‑ und Spaßkultur bietet jetzt die vom Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe […] Ausstellung Gladiatoren und Caesaren – Die Macht der Unterhaltung im antiken Rom. [Die Zeit, 17.02.2000]
Behängt mit billigem Schmuck und allerhand christlichem Kreuz‑Brimborium, pries sie die Freuden der damals noch ungehemmten Sex‑ und Spaßkultur. [Der Spiegel, 25.06.1990]
Mit der Live‑Sendung »Spiel‑Express« ging sie [Désirée Nosbusch] während der Berliner Funkausstellung täglich auf Sendung. […] Den Spaßkulturen der Adoleszenz entstieg sie am 5. Mai 1984. [Die Welt, 09.02.2001] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Spaßkultur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spa%C3%9Fkultur>.

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