Spaßvogel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSpaß-vo-gel
WortzerlegungSpaßVogel
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft jmd., der andere gern mit Späßen und lustigen Einfällen erheitert
Beispiel:
er ist ein richtiger Spaßvogel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spaß · spaßen · spaßig · Spaßmacher · Spaßvogel
Spaß m. ‘Scherz, Unterhaltung, Vergnügen’ (17. Jh.), zuvor Spasso (16. Jh.), Entlehnung von gleichbed. ital. spasso, gebildet zu ital. spassare ‘die Zeit vertreiben, jmdn. belustigen, ergötzen’, hervorgegangen aus vlat. *expassāre, Intensivum zu lat. expandere (expassum) ‘ausbreiten, auseinanderspannen’; vgl. lat. pandere (passum) ‘auseinanderbreiten, ausspreizen’. spaßen Vb. ‘Spaß machen, scherzen’ (18. Jh.). spaßig Adj. ‘lustig, zum Lachen’ (Anfang 18. Jh.), älter spaßicht (17. Jh.). Spaßmacher m. ‘wer Spaß macht, lustiger Mensch, Clown’ (18. Jh.). Spaßvogel m. ‘lustiger, witziger Mensch’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Clown · ↗Harlekin · ↗Hofnarr · ↗Kasper · ↗Komiker · ↗Narr · ↗Possenreißer · ↗Schalk · ↗Schelm · ↗Schäker · Schäkerer · ↗Ulknudel  ●  ↗Faxenmacher  ugs. · ↗Scherzbold  ugs. · ↗Scherzkeks  ugs. · Spaßkanone  ugs. · ↗Spaßmacher  ugs. · Spaßvogel  ugs., Hauptform · ↗Vokativus  geh., veraltet, lat. · ↗Witzbold  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

irre traurig unbekannt zynisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spaßvogel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuletzt sah sich der Spaßvogel nur auf der Bank sitzen.
Bild, 14.03.2003
Wir sind eben nicht nur Spaßvögel, wir sind auch verdammt fleißig.
Der Tagesspiegel, 16.01.2002
Genau das wollte ich Ihnen gerade raten, sagt der Spaßvogel todernst.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 132
Eine lärmende Gesellschaft zog sich in die Badeanstalt zurück, hinter ihnen sperrte ein Spassvogel ab.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 248
Neben der Stelle, die die Granate getroffen hatte, baumelte ein Schildchen, auf das die Hand eines Spaßvogels die Worte »Zur Granatecke« geschrieben hatte.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 6
Zitationshilfe
„Spaßvogel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spaßvogel>, abgerufen am 26.04.2019.

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