Sparbüchse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sparbüchse · Nominativ Plural: Sparbüchsen
Aussprache 
Worttrennung Spar-büch-se
Wortzerlegung  sparen Büchse1
eWDG

Bedeutung

kleines, geschlossenes Gefäß mit einem Schlitz, durch den das Geld gesteckt wird, das man sparen will
Beispiele:
eine Sparbüchse aus Blech, Keramik
Geld in die Sparbüchse stecken
die Sparbüchse leeren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sparen · Sparer · spärlich · sparsam · Sparsamkeit · Sparbüchse · Sparkasse
sparen Vb. ‘nicht völlig aufbrauchen, Geld nicht (völlig) ausgeben’, ahd. sparōn (8. Jh., vorwiegend frk.), sparēn (9. Jh., vorwiegend obd.), mhd. sparn ‘(ver)schonen, bewahren, beschützen, aufschieben, unterlassen’, asächs. sparon, mnd. spāren, sparren, mnl. spāren, nl. sparen, afries. sparia, aengl. sparian, engl. to spare, anord. schwed. spara (germ. *sparēn, *sparōn) ist abgeleitet von dem in ahd. spar ‘sparsam, knapp’ (10. Jh.), mnl. spaer, aengl. spær ‘kärglich, spärlich’, engl. spare, anord. sparr ‘sparsam, karg’ (germ. *spara-) belegten Adjektiv. Vergleichbar sind aind. sphirá- ‘feist’, lat. prosperus (aus *prospəros) ‘günstig, glücklich’, aruss. sporъ ‘reichlich, sich vermehrend’, russ. spóryj (спорый) ‘schnell, gelungen, erfolgreich’, die wie das germ. Adjektiv mit ro-Suffix im Sinne von ‘weit reichend, ausreichend’ zur Wurzel ie. *sp(h)ē(i)-, *spī- und *sphē-, *sphə- ‘gedeihen, sich ausdehnen, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’ (s. auch spät und sputen) gebildet sind. Die heutige Bedeutung ‘etw. (besonders Geld) zurücklegen, nicht aufbrauchen’ entwickelt sich im 16. Jh. Sparer m. ‘wer spart’ (16. Jh.), daher heute auch ‘Besitzer eines Sparkontos’. spärlich Adj. ‘kümmerlich, selten’ (16. Jh.), aus dem Adverb ahd. sparalīhho (9. Jh.), mhd. sperlīche ‘auf karge Weise’ (zum Adjektiv ahd. spar, s. oben). sparsam Adj. ‘nichts vergeudend, zum Sparen geneigt’, anfangs auch ‘kärglich’ (16. Jh.); dazu Sparsamkeit f. (16. Jh.). Sparbüchse f. ‘Behälter zum Aufbewahren von gespartem Geld’, mhd. sparbuchse (13. Jh.), sparbusse (14. Jh.). Sparkasse f. ‘öffentliche Einrichtung zur Aufbewahrung von Ersparnissen mit Zinszahlung’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geldbüchse · Sparbüchse · Spardose · Sparschwein  ●  Dukatenesel  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Sparbüchse‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sparbüchse‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sparbüchse‹

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Sparbüchsen ab Werk sind meist teuer - wegen ihrer aufwändigen Technik.
Die Zeit, 06.04.2000, Nr. 15
Das ist wie eine Sparbüchse, die ich jetzt aufgemacht habe.
konkret, 1980
Und wenn sie wieder in den Schlächterladen gegangen ist, kann ich gleich meine Sparbüchse mitnehmen.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 176
Und mit dem Porto schmolz auch der Rest aus der Sparbüchse.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 279
Die Seitenteile für die Sparbüchse bestehen aus vier quadratischen oder rechteckigen Flächen.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 107
Zitationshilfe
„Sparbüchse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sparb%C3%BCchse>, abgerufen am 16.09.2021.

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