Specht, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Specht(e)s · Nominativ Plural: Spechte
Aussprache
Wortbildung mit ›Specht‹ als Letztglied: ↗Blauspecht · ↗Mauerspecht
eWDG, 1976

Bedeutung

kräftiger, oft bunter Vogel mit sehr hartem, geradem, scharfkantigem Schnabel, mit dem er Insekten und deren Larven aus Baumrinde und Holz heraushackt
Beispiele:
der Specht hämmert, klopft an einem Baum
der Specht hackt, meißelt mit seinem Schnabel ein Loch für sein Nest in den Baumstamm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Specht · Grünspecht · Buntspecht · Schwarzspecht
Specht m. Der Name des bunten Vogels, der mit spitzem Schnabel Insekten und Würmer aus Holz und Baumrinde geräuschvoll klopfend heraushackt, ahd. speht, auch ohne Dental speh (9. Jh.), mhd. asächs. speht, mnd. mnl. nl. specht, anord. (poetisch) spœtr, spettr (aus *spihtaʀ), schwed. -spett (in hackspett, eigentlich ‘hackender Specht’), germ. *spihta- ist wohl verwandt mit den ohne anlautendes s- auftretenden Namensformen lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’, vielleicht auch (wenngleich unsicher) mit aind. pikáḥ ‘der indische Kuckuck’. Danach läßt sich ie. *(s)pī̌ko- ‘Specht, großer Vogel’ erschließen, wobei vielleicht an die unter ↗spitz und ↗Spieß (s. d.) genannte Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ angeknüpft und von ‘Vogel mit spitzem Schnabel’ ausgegangen werden kann. Die germ. Erweiterung mit -t ist sekundär. Doch auch lautmalender Ursprung des Namens ist denkbar. Nach den jeweils vorherrschenden Gefiederfarben werden unterschieden Grünspecht, ahd. gruon(i)speht (9. Jh.), mhd. gruon-, grüenespeht, Buntspecht (16. Jh.) und Schwarzspecht (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baum Eichhörnchen Eisvogel Eule Fledermaus Hämmern Klopfen Meise Schnabel Singvogel Storch Wald Wendehals hacken hämmern klopfen klopfend nisten trommeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Specht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Herz des Spechts klopft übrigens nicht immer für denselben Partner.
Der Tagesspiegel, 24.03.2004
Es ist der lauteste Specht gewesen, den ich je gehört habe.
Die Zeit, 14.03.1986, Nr. 11
Die Spechte sind die Zimmerleute im wahren Sinne des Wortes.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 224
Manchmal drang das gellend kurze Aufjubeln eines Spechtes durch alle die Stimmen.
Salten, Felix: Bambi, Frankfurt a. M.: Fischer 1956 [1923], S. 5
In vielen Waldungen hat man auch schon besondere Nistkästen für Spechte aufgehängt.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 21
Zitationshilfe
„Specht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Specht>, abgerufen am 12.12.2019.

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