Speck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Speck(e)s · Nominativ Plural: Specke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Speck‹ als Erstglied: ↗Speckbrösel · ↗Speckfalte · ↗Speckgriebe · ↗Speckjäger · ↗Speckkuchen · ↗Speckkäfer · ↗Specknacken · ↗Specksauce · ↗Speckschicht · ↗Speckschwarte · ↗Speckseite · ↗Specksoße · ↗Speckstein · ↗Speckstippe · ↗Speckstück · ↗Speckwürfel
 ·  mit ›Speck‹ als Letztglied: ↗Babyspeck · ↗Bauchspeck · ↗Hüftspeck · ↗Robbenspeck · ↗Schweinespeck · ↗Walspeck
eWDG, 1976

Bedeutung

zwischen Haut und Muskelschicht liegendes, mit Fett ausgefülltes Zellgewebe beim Schwein, bei der Robbe oder beim Wal, das als Nahrungsmittel dient
Beispiele:
frischer, grüner, magerer, durchwachsener, fetter, (un)gesalzener, geräucherter, gepökelter, gebratener Speck
österreichisch geselchter Speck
Speck räuchern, ausbraten, auslassen
sich [Dativ] ein Stück, eine Scheibe Speck abschneiden
Speck in Würfel schneiden
Kartoffeln mit Speck braten
(Löffel)erbsen, dicke, weiße Bohnen mit Speck
aus dem Speck der Robben und Wale wird Tran gewonnen
umgangssprachlich wie die Made im Speck (= sehr gut) leben
sprichwörtlich mit Speck fängt man Mäuse (= durch ein glänzendes Angebot kann man jmdn. gefügig machen)
bildlich
Beispiele:
der Kragen starrt vor Dreck und Speck (= ist sehr schmutzig)
salopp er hat Speck angesetzt (= ist dick geworden)
salopp Speck auf den Rippen, auf dem Leib, drauf haben (= gut genährt, dick sein)
übertragen
Beispiel:
'ran an den Speck! (= los!, anfangen!, an die Arbeit!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speck · speckig · Speckseite
Speck m. ‘unter der Haut sitzendes festes Fettgewebe’ (besonders beim Schwein), ahd. spec (10. Jh., ubarspicki ‘Schmer, Fett’, 8. Jh.), mhd. spec (Genitiv speckes), asächs. spekk, mnd. spek, mnl. spec, nl. spek, afries. spek, aengl. spic, anord. spik, schwed. (wohl aus dem Mnd.) späck setzen germ. *spiku-, *spik(k)a- voraus. Weitere Herkunft ungewiß. Verwandtschaft mit aind. sphik ‘Hinterbacke, Hüfte’ ist möglich, so daß von einer Bildung mit Gutturalformans zu ie. *spi-, Variante der unter ↗sparen, ↗spät und ↗sputen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)ē(i)- ‘gedeihen, sich ausdehnen, dick werden, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’, ausgegangen werden kann, wozu auch aind. sphā́yatē ‘wird feist, nimmt zu’, sphirá- ‘feist’ gehören. speckig Adj. ‘wie Speck glänzend, fettig, abgegriffen und schmutzig’ (18. Jh.), älter speckicht (17. Jh.). Speckseite f. ‘großes geräuchertes Speckstück von einer Körperseite des Schweins’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fettgewebe · ↗Fettmasse · ↗Fettpolster · ↗Hüftspeck · Speck  ●  ↗Rettungsring  ironisch · ↗Hüftgold  ugs.
Unterbegriffe
  • braunes Fettgewebe · plurivakuoläres Fettgewebe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fett · ↗Schmalz · ↗Schmer · Speck
Unterbegriffe
  • Fettwachs · Leichenfett · Leichenlipid · ↗Leichenwachs  ●  Adipocire  fachspr., franz., lat.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauernbrot Birne Bohne Bratkartoffel Butter Ei Erbse Erbsensuppe Käse Made Rippe Rührei Salami Sauerkraut Schinken Schmalz Schweinefleisch Spiegelei Sternburg Toast Wurst Würstchen Zwiebel ausgelassen durchwachsen gebraten geräuchert gewürfelt himmelblau knusprig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Speck‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich verdiene aber nur 850 Euro netto und meine Ex lebt wie eine Made im Speck.
Bild, 27.12.2005
Wo gehobelt wird, fallen Späne, und Speck richtet normalerweise ein großes Durcheinander an.
Der Tagesspiegel, 01.10.1996
Die harten Teile des Specks blieben einem zwischen den Zähnen stecken, das weitete sie.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 38
Mit Speck fängt man Mäuse und ersäuft sie dann in einem Eimer.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 1013
Wir haben auch den Speck ausgebraten und da haben wir mehr davon.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 06.02.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Speck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Speck>, abgerufen am 19.08.2019.

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