Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Speck, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Speck(e)s · Nominativ Plural: Specke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache  [ʃpɛk]
Wortbildung  mit ›Speck‹ als Erstglied: Speckbrösel · Speckdeckel · Speckfalte · Speckgriebe · Speckgriefe · Speckgürtel · Speckjäger · Speckknödel · Speckkuchen · Speckkäfer · Specknacken · Specksauce · Speckscheibe · Speckschicht · Speckschwarte · Speckseite · Specksoße · Speckstein · Speckstippe · Speckstück · Speckwürfel · speckig
 ·  mit ›Speck‹ als Letztglied: Babyspeck · Bauchspeck · Fischspeck · Hüftspeck · Mausespeck · Mäusespeck · Robbenspeck · Schweinespeck · Walspeck
Mehrwortausdrücke  wie die Made im Speck leben
eWDG

Bedeutung

zwischen Haut und Muskelschicht liegendes, mit Fett ausgefülltes Zellgewebe beim Schwein, bei der Robbe oder beim Wal, das als Nahrungsmittel dient
Beispiele:
frischer, grüner, magerer, durchwachsener, fetter, (un)gesalzener, geräucherter, gepökelter, gebratener Speck
österreichischgeselchter Speck
Speck räuchern, ausbraten, auslassen
sich [Dativ] ein Stück, eine Scheibe Speck abschneiden
Speck in Würfel schneiden
Kartoffeln mit Speck braten
(Löffel)erbsen, dicke, weiße Bohnen mit Speck
aus dem Speck der Robben und Wale wird Tran gewonnen
umgangssprachlichwie die Made im Speck (= sehr gut) leben
sprichwörtlichmit Speck fängt man Mäuse (= durch ein glänzendes Angebot kann man jmdn. gefügig machen)
bildlich
Beispiele:
der Kragen starrt vor Dreck und Speck (= ist sehr schmutzig)
salopper hat Speck angesetzt (= ist dick geworden)
salopp Speck auf den Rippen, auf dem Leib, drauf haben (= gut genährt, dick sein)
übertragen
Beispiel:
'ran an den Speck! (= los!, anfangen!, an die Arbeit!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speck · speckig · Speckseite
Speck m. ‘unter der Haut sitzendes festes Fettgewebe’ (besonders beim Schwein), ahd. spec (10. Jh., ubarspicki ‘Schmer, Fett’, 8. Jh.), mhd. spec (Genitiv speckes), asächs. spekk, mnd. spek, mnl. spec, nl. spek, afries. spek, aengl. spic, anord. spik, schwed. (wohl aus dem Mnd.) späck setzen germ. *spiku-, *spik(k)a- voraus. Weitere Herkunft ungewiß. Verwandtschaft mit aind. sphik ‘Hinterbacke, Hüfte’ ist möglich, so daß von einer Bildung mit Gutturalformans zu ie. *spi-, Variante der unter sparen, spät und sputen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)ē(i)- ‘gedeihen, sich ausdehnen, dick werden, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’, ausgegangen werden kann, wozu auch aind. sphā́yatē ‘wird feist, nimmt zu’, sphirá- ‘feist’ gehören. speckig Adj. ‘wie Speck glänzend, fettig, abgegriffen und schmutzig’ (18. Jh.), älter speckicht (17. Jh.). Speckseite f. ‘großes geräuchertes Speckstück von einer Körperseite des Schweins’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fettgewebe · Fettmasse · Fettpolster · Hüftspeck · Speck  ●  Rettungsring  ironisch · Hüftgold  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Fett · Schmalz · Schmer · Speck

Typische Verbindungen zu ›Speck‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Speck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Speck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Speck, mit dem man uns fing, blieb bald aus. [Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 194]
Die harten Teile des Specks blieben einem zwischen den Zähnen stecken, das weitete sie. [Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 38]
Er köderte sie, wie er sagte, mit Texten "wie durchwachsener Speck. [Die Zeit, 08.04.2013, Nr. 13]
Jetzt geht es zusammen mit denen, die noch gewählt werden, ran an den Speck. [Die Zeit, 04.12.2012 (online)]
Mit Speck fängt man Mäuse und ersäuft sie dann in einem Eimer. [Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 1013]
Zitationshilfe
„Speck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Speck>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Special
Specht
Speaker
Spaßvogel
Spaßvergnügen
Speckbrösel
Speckdeckel
Speckfalte
Speckfett
Speckgriebe